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Brasilien: Sekte hielt fast 600 Personen in Sklaverei

Das brasilianische Arbeitsministerium hat drei Unternehmen verklagt, die in Verbindung mit der Sekte „Evangelische Jesus-Gemeinschaft, Die Wahrheit, die zählt“ stehen. Zuvor waren 565 Personen aus Sklavenarbeit in drei brasilianischen Bundesstaaten befreit worden.

Bei einer gemeinsamen Operation von Beamten der Arbeitsinspektion und der Bundespolizei konnten 565 Menschen aus der Zwangsarbeit befreit werden. 32 von ihnen waren minderjährig. Die Polizeieinsätze wurden in drei großen landwirtschaftlichen Betrieben in den Bundesstaaten Minas Gerais, Bahia und Sao Paulo durchgeführt.

Dabei hat die Polizei den Gründer der Sekte, Cícero Vicente de Araùjo, festgenommen. Er wird beschuldigt, Gläubige in einer Situation der Zwangsarbeit festgehalten zu haben. Darüber hinaus laufen gegen ein halbes Dutzend der Führungskräfte der Sekte Untersuchungen zu Vorwürfen wie Menschenhandel, Betrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche.

Versprechen nach spirituellem Frieden


Die ersten Zeugenaussagen der Opfer enthüllten, dass Pastor Cícero Vicente de Araújo Hunderte von Menschen mit Versprechen des spirituellen Friedens angelockt hatte. Diese Versprechen hatten sich als Falle erwiesen. Die meisten Opfer haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren, wurden von ihren Familien getrennt und viele von ihnen wurden der Sklavenarbeit ausgesetzt.

Nach Angaben der Polizei war São Paolo das Hauptrekrutierungszentrum der Sekte. Hier mussten deren Anhänger in von Ratten befallenen Wohnungen hausen, nachdem ihnen ihre eigenen Wohnsitze entzogen worden waren. Die Polizei schätzt die Zahl der Sektenmitglieder auf 6000.

(cath.ch – vn)
 

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20. März 2018, 12:04