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Nicht immer bleiben die Gebete der christlichen Minderheit in Pakistan ungestört Nicht immer bleiben die Gebete der christlichen Minderheit in Pakistan ungestört 

Pakistan: Wütender Mob greift Christen während des Gebets an

Männer, Frauen und Kinder wurden verletzt, als mehrere Bewaffnete am Freitag in ihr Gotteshaus in Punjab, im Nordosten Pakistans, eingedrungen sind. Vertreter der christlichen Partei Massiha Millat beklagen, dass die Polizei nicht gegen die Angreifer vorgeht und Christen nicht pflichtgemäß beschützt.

Am Freitag kam es im Nordosten Pakistans zu einer Attacke gegen christliche Gläubige, berichtet das Nachrichtenportal ucanews. Mehr als zwei Duzend mit Stöcken bewaffnete Männer haben sich gewaltsam Zutritt zur Kirche verschafft und die Betenden angegriffen. Dabei schlugen sie gleichermaßen auf Männer, Frauen und Kinder ein. Bislang ist die Polizei nicht gegen die Angreifer vorgegangen.

Der Attacke ging eine Aktion voraus, bei der pro-islamische Slogans auf das Haus eines Christen gesprüht wurden. Auch griff eine Gruppe islamistischer Hardliner die christliche Gemeinde in der zweitgrößten Stadt der Provinz, Faisalabad, an. Daraus resultierten tagelange Auseinandersetzungen mit Waffengewalt. Die Polizei hat mittlerweile fünf der an den Auseinandersetzungen beteiligten Christen festgenommen. Von den muslimischen Angreifern wurde bislang niemand inhaftiert.

Vertreter der christlichen Partei Massiha Millat verurteilten den Anstieg der Gewalt gegen religiöse Minderheiten. Die Regierung in Punjab habe in ihrer Pflicht versagt, Christen in Punjab zu beschützen.

Christen bilden in Pakistan eine Minderheit. Über 96 Prozent der Einwohner sind Muslime, andere Religionen sind kaum oder gar nicht erfasst. In dem Dorf, in dem der Angriff stattfand, leben gut 200 christliche Familien.

(ucanews - nv)

05 März 2018, 12:34