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Unsere Serie: Jugendliche aus aller Welt feiern Ostern - Paraguay

Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche begonnen. Eine Woche lang hören wir uns unter Jugendlichen um und befragen sie nach ihren Osterbräuchen. Wir wollen wissen, welche Bedeutung Ostern für sie heute noch hat. Los geht es mit Juan Pablo aus Paraguay...
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Johanna Gremme - Vatikanstadt

Dieses Lied singt man zu Ostern in Paraguay. Es handelt sich um ein von Musik begleitetes Klagegeschrei. Juan Pablo kennt es in und auswendig. Ostern hat für ihn eine wichtige Bedeutung: Ostern ist für ihn ein Moment des Zusammenseins mit der Familie und der Erneuerung:

„Für mich bedeutet Ostern, Zeit mit der Familie zu verbringen. Wir sind alle zusammen und verbringen viel Zeit miteinander. Das ist wie eine Erneuerung für die ganze Familie. Wir fragen uns, wie läuft es zum Beispiel im Studium oder bei der Arbeit. Was können wir als Familie verbessern? Das machen wir am Osterwochenende.“

In Paraguay isst man an Ostern ein traditionelles Gericht aus Maismehl und Käse, es heißt Chipa und erinnert in seiner Form an Fladenbrot mit einem Loch in der Mitte. Normalerweise backt man dieses Brot in Lehmöfen. Die hat Juan Pablo in Deutschland leider nicht. Deswegen muss er sich für dieses Jahr etwas Anderes einfallen lassen:

„Dieses Jahr werde ich wahrscheinlich die Zeit mit meinem Bruder verbringen, der auch in Deutschland wohnt. Wir werden dann gemeinsam etwas Traditionelles kochen, aber wir haben noch nicht geplant, was. Das ist spontan.“

Er hat auch eine Lieblingstradition: In seiner Heimat besucht man an den Ostertagen sieben Kirchen hintereinander. Nicht nur zum Gebet, sondern auch, um den Armen zu helfen. In jeder Kirche muss man eine außergewöhnliche Handlung vornehmen. Aber auch die Schokolade an Ostern mag Juan Pablo gern.

26 März 2018, 14:55