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Demonstranten in Bogota fordern die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit der ELN-Guerilla Demonstranten in Bogota fordern die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit der ELN-Guerilla  (AFP or licensors)

Kolumbien: Zahl der Morde an Menschenrechtlern steigt

In Kolumbien sind im vergangenen Jahr 106 Menschenrechtsaktivisten getötet worden. Das waren ein Drittel mehr als im Vorjahr, berichtete die Organisation „Somos Defensores".

Die überwiegende Zahl der Morde sei ungeklärt. Für neun davon sollen den Angaben zufolge rechte paramilitärische Banden verantwortlich sein. Fünf werden dem Militär zur Last gelegt und sechs linken Guerillagruppen.

Eine Hauptursache für die Zunahme der Gewalt in Kolumbien ist das Engagement von Menschenrechtlern für eine Landrückgabe an indigene und afrokolumbianische Völker. Zugleich hält der 2016 unterzeichnete Friedensvertrag zwischen der Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos und den linksgerichteten FARC-Rebellen. Gespräche mit der kleineren ELN-Guerilla indes scheiterten kürzlich. Zahlreiche lokale Initiativen für Versöhnung und Frieden arbeiten an einer Aussöhnung in der heterogenen kolumbianischen Gesellschaft.

Im Mai wählt Kolumbien einen neuen Präsidenten. Santos kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

(kna/vatican news - gs)

 

10 März 2018, 11:12