Beta Version

Cerca

VaticanNews
Kardinal Tagle beim Marsch für das Leben am Samstag in Manila Kardinal Tagle beim Marsch für das Leben am Samstag in Manila  (AFP or licensors)

Philippinen: Kardinal Tagle führt Protestmarsch an

Viele Katholiken haben am Samstag auf den Straßen mehrerer philippinischer Städte gegen „Bedrohungen für das Leben“ protestiert. Kardinal Luis Antonio Tagle führte den Protestzug, in den sich auch Priester und Ordensleute gemischt hatten, in der Hauptstadt Manila an. Er rief dabei dazu auf, das Leben zu wertschätzen, auch das Leben von Feinden und gesellschaftlich an den Rand Gedrängten.

Ein Hauptthema des Protests stellten die Tötungen im Zuge des Drogenkampfes dar. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden dabei bereits fast 12.000 Menschen getötet - nach Angaben der Behörden Drogenkonsumenten und Dealer, doch sicher auch viele Unschuldige. In Manila erinnerten die Marschierer mit brennenden Kerzen an die Opfer.

Der Kampf gegen Drogen sei richtig, aber die Tötungen lösten das Problem nicht, sondern würfen neue Probleme auf, sagte Erzbischof Antonio Ledesma beim Marsch für das Leben in Cagayan de Oro City. 

Protest richtet sich auch gegen Legalisierung von Scheidung

 

Die Proteste wendeten sich außerdem gegen den Plan von Präsident Rodrigo Duterte, Scheidung zu legalisieren. Der Staatschef rührt damit an eines der letzten Tabus auf den mehrheitlich katholischen Philippinen. Die Ehe sei eine heilige Institution, die geschützt werden müsse, sagte der Bischof von Sorsogon, Arturo Bastes, zu Dutertes Plan. Ein intaktes Elternhaus sei wichtig für die Kinder, aber auch für die Gesamtgesellschaft, betonte er weiter. Daran wolle man auch die staatlichen Institutionen erinnern.

Die Regierung kommentierte die Lebensmärsche nur knapp. Sie seien ein Zeichen dafür, dass die Philippinen frei und demokratisch seien, sagte Harry Roque, der Sprecher des Präsidenten.

(ucanews – fh)

26 Februar 2018, 14:48