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Uruguay: Kardinal findet „Amoris laetitia"-Debatte überzogen

Kardinal Daniel Sturla hat die Debatte um das Papstschreiben „Amoris laetitia“ zu Ehe- und Familienfragen als „unverhältnismäßig“ bezeichnet.

Kirchliche Eheschließungen gingen zurück, Scheidungen nähmen zu, insofern gehe es um die Nähe zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen, sagte der Erzbischof von Montevideo, der von Papst Franziskus 2015 in den Kardinalsstand berufen wurde, der italienischen Zeitung „La Stampa“. Wenn man nun aus einer Fußnote des päpstlichen Dokuments einen Fall konstruiere, komme ein „Desaster“ heraus, so Sturla. Die Kirche müsse „mehr zum Kern der Botschaft Christi, der Barmherzigkeit“, kommen. Wenn der Papst die Kirche als Feldlazarett beschreibe, dann „nicht für Schönheitsoperationen, sondern um schwere Verletzungen zu heilen". Angesichts der eigentlichen Probleme scheine ihm der Umgang mit „einigen Sonderfällen“ kein wesentliches Element.

(kap)

11 Dezember 2017, 15:00