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Der Kardinalstaatssekretär des Vatikans, Pietro Parolin, zu Besuch bei Präsident Lula da Silva in Brasilia Der Kardinalstaatssekretär des Vatikans, Pietro Parolin, zu Besuch bei Präsident Lula da Silva in Brasilia 

Parolin in Brasilien: Fruchtbares Treffen mit Lula

Der Staatssekretär des Vatikans, Kardinal Pietro Parolin, hat sich mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva getroffen. „Wir konnten über brasilienspezifische Themen sprechen und unseren Blick auf die großen Probleme wie Armut, Ungleichheit, Gerechtigkeit und vor allem Frieden weiten“, sagte Kardinal Parolin im Anschluss gegenüber Vatican News/Radio Vatikan.

Silvonei José Protz – Aparecida

„Ein sehr starkes Gefühl der Nähe und Zuwendung.“ So beschreibt der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin seine Reise nach Brasilien. Er führte am 10. und 11. April die geistlichen Exerzitien, die die 61. Generalversammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) einleiten: Etwa 480 Bischöfe sind bis zum 19. April im Centro de Eventos P. Vítor Coelho de Almeida im Marienheiligtum von Aparecida versammelt. Parolin, der vor einigen Tagen im Land eingetroffen ist, stattete dem Präsidenten Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, am Montag im Planalto-Palast in Brasilia einen protokollarischen und diplomatischen Besuch ab. „Ein sehr fruchtbares Treffen“, sagte der Kardinalstaatssekretär gegenüber Vatican News/Radio Vatikan. Anwesend beim Besuch bei Lula waren auch der apostolische Nuntius, Erzbischof Giambattista Diquattro, und der Erzbischof von Porto Alegre und Präsident des CNBB, Dom Jaime Spengler. Nach dem Besuch beim Staatsoberhaupt besuchte Kardinal Parolin den Sitz der Bischofskonferenz in Brasilia, wo er die Arbeitsbereiche besichtigte und von den Mitarbeitern der Bischofskonferenz empfangen wurde.

Zum Nachhören - was Kardinal Parolin sagte

Über viele Themen gesprochen

Zu seinem Besuch bei Lula sagte Kardinal Parolin:

„Selbst wenn ich nur aus kirchlich-religiösen Gründen irgendwo hinreise, hat das normalerweise auch eine eher politische Seite, wenn man bedenkt, welche Rolle ich spiele. Deshalb hatte der Nuntius ein Treffen mit Präsident Lula organisiert, das sehr fruchtbar war. Die Begegnung mit dem Präsidenten gehört eben auch zu unserer Tätigkeit, zu unserer Funktion als Vertreter der diplomatischen Seite des Heiligen Stuhls. Es war ein gutes Treffen, wir konnten über Themen sprechen, die eher Brasilien betreffen, wie das Thema der Anwendung des Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und Brasilien; aber dann haben wir auch unseren Blick auf die großen Probleme geweitet, sowohl intern - das Thema der Armut, der Ungleichheit, des Hungers, der Gerechtigkeit - und dann auch ein wenig auf die Probleme der heutigen Welt und vor allem das Thema des Friedens.“

Friedensgebet „im Haus der Gottesmutter“

Ein Friede, um den man auch im Gebet bitten müsse, gerade in Aparecida, „im Haus der Gottesmutter“, wie Kardinal Parolin hervorhebt:

„Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hat in der Messe zu Beginn der Bischofsversammlung ein besonderes Gebet für den Frieden gesprochen und dabei auch die wichtigsten Orte genannt, an denen heute Konflikte ausgetragen werden. Ich glaube wirklich, dass wir über die Arbeit hinaus, die wir tun, das Gebet sehr nötig haben, denn es scheint, dass sich die Situation nicht bewegt, dass wir keine Wege zum Frieden finden, dass wir nicht in der Lage sind, eine dialogische Lösung für die Konflikte zu finden, die stattfinden. In gewissem Sinne erleben wir also auch unsere Ohnmacht: Deshalb müssen wir uns wirklich an den Herrn wenden und an seine Mutter. Ich weiß, dass Aparecida, wie mir hier gesagt wurde, für so viele Wunder bekannt ist, besonders nachdem die kleine Statue im Fluss gefunden wurde: Wir glauben immer noch, dass die Muttergottes Wunder wirken kann. Und deshalb schließen wir uns alle zusammen, um sie mit solchem Vertrauen und mit solcher Hoffnung anzurufen.“

(vatican news - mg)

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11. April 2024, 09:42