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Christian Schwaiger Praktikant bei Vatican News Christian Schwaiger Praktikant bei Vatican News 

Hier stehe ich, ich kann nicht anders: Ein Vikar im Vatikan (1)

Gespannt und neugierig machte ich mich vor einigen Tagen auf den Weg in die Redaktion von Vatican News. Ich, ein evangelischer Vikar (Pfarrer in Ausbildung) in der Welt der katholischen Nachrichten. Was werde ich erleben? Wie läuft der Alltag in einer Redaktion, die über den Papst und die Welt berichtet, ab? Was kann ich lernen? Der neue Blog.

Fragen und Themen, von denen ich in den nächsten Wochen hier mit großer Freude berichten werde, von meinen Erfahrungen aus der Redaktion, aus Rom, aber auch aus dem Vatikan, alles aus einem ökumenischen Blickwinkel. 

Zu mir:

Ich bin Christian Schwaiger, Vikar der Evangelischen Landeskirche Württemberg, in einem Ausbildungsabschnitt, der sich Kirche in der Welt nennt. Dort sollen wir uns noch einmal neugierig in die Welt aufmachen und schauen, wie Unternehmen arbeiten. Aufgewachsen bin ich in Tübingen, dort und in Rom habe ich auch Theologie studiert, in einem Kloster in Venedig ökumenische Erfahrungen gesammelt und bin nun seit 2 Jahren Vikar in Ulm. Zusätzlich studiere ich Klassische Archäologie. 

In einem Studio von Radio Vatikan
In einem Studio von Radio Vatikan

Nachrichten über Nachrichten

Die ersten Aufgaben für mich als Praktikant bei Vatican News waren Nachrichten. Nachrichten finden und schreiben. In unser heutigen Welt gibt es zahlreiche Nachrichten. Ausgedruckte, in sozialen Medien, alle und jeder äußert sich. Bildlich, schriftlich. Die Nachrichten scheinen kein Ende zu nehmen. Auch die kirchlichen Nachrichten sind vielfältig, weltweit. 

Dies war eine erste Erkenntnis bei Vatican News. Nicht nur die Kirche in Deutschland, in Europa, in Rom, der Vatikan mit seinen Problemen und Fragestellungen sind wichtig, sondern und gerade die bei uns oft vergessenen Ränder, Menschen und Probleme, die wir nicht im Blick haben. Gerade von diesen zu berichten und etwa den Verfolgten in Papua Neuguinea, den Problemen in Südamerika, den Vergessenen des Krieges in Syrien, eine Stimme zu geben, auch das sind wichtige Meldungen, die in meinem Alltag normalerweise keine Rolle spielen und in meinen Gedanken kaum vorkommen. Dennoch wird mir in diesen ersten Tagen  hier bewusst, dass mein Blick für die Probleme der Welt doch sehr von der deutschen Sicht geprägt ist. Diesen zu weiten, auch in meinem Alltag, das ist eine immer neue Herausforderung.

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02. August 2022, 14:05