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Die Preisträger des Ratzinger-Preises mit Papst Franziskus Die Preisträger des Ratzinger-Preises mit Papst Franziskus  (Vatican Media)

Preisträger: Spiritualität und Philosophie Ratzingers als Anregung

Die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und der Theologe Ludger Schwienhorst-Schönberger haben die spirituelle und philosophische Bedeutung der Theologie Joseph Ratzingers hervorgehoben. Die beiden Preisträger des diesjährigen Ratzinger-Preises hoben im Gespräch mit Radio Vatikan hervor, dass die Texte des emeritierten Papstes auch der heutigen Theologie und Philosophie viel zu sagen hätten.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Er sei überrascht gewesen, als im Sommer der Leiter der Ratzinger-Stiftung, Jesuitenpater Federico Lombardi, angerufen und mitgeteilt habe, dass er den diesjährigen Ratzinger-Preis erhalten werde: „Ich habe die Texte des emeritierten Papstes immer mit Freude gelesen“, so Schwienhorst-Schöneberger gegenüber Radio Vatikan.

Man könne bei Ratzinger – sowie im Alten Testament im Übrigen – viel von der spirituellen Dimension erfahren, die vielen vielleicht eher unbekannt ist, fügt der in Wien dozierende Theologe an. Mit ihm wurde auch die deutsche Philosophin Barbara Gerl-Falkovitz geehrt. Sie hob im Gespräch mit Radio Vatikan die philosophische Bedeutung des emeritierten Papstes hervor. „Ohne Philosophie hätte ich nicht zum Glauben gefunden“, so Gerl-Falkovitz.

Erfahrung in Ostdeutschland

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz ist Vorstand des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion (EUPHRat) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien und anerkannte Expertin u.a. für die Studien von Edith Stein und Romano Guardini. Die in der Oberpfalz geborene Gerl-Falkovitz studierte Philosophie, Germanistik und Politische Wissenschaften in München und Heidelberg. Zwischen 1993 und 2011 lehrte sie Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaften an der Universität Dresden.

Hier das Interview mit Barbara Gerl-Falkovitz

Ludger Schwienhorst-Schönberger gilt als einer der führenden Experten für die Weisheitsbücher der Bibel und insbesondere für das alttestamentliche „Hohelied“. Er ist seit 2007 Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Zuvor lehrte der aus Lüdinghausen (Deutschland) stammende Theologe alttestamentliche Exegese und hebräische Sprache an der Universität Passau.

Hier hören Sie das Interview mit Ludger Schwienhorst-Schönberger

Ermutigung weiterzumachen

Schwienhorst-Schönberger bezeichnete die Auszeichnung im Anschluss an den Festakt als „Ermutigung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“ und „als Verpflichtung“. „Ich verdanke der Theologie von Joseph Ratzinger - Papst Benedikt XVI. wertvolle Anregungen für meine Arbeit als Exeget. Dazu gehört auch, dass wir bei historischen Fragestellungen allein nicht stehen bleiben dürfen“, so der an der Universität Wien lehrende Theologieprofessor.

(vatican news/kap)

13 November 2021, 13:54