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Papst Franziskus und der CELAM-Präsident, Erzbischof Hector Cabrejos Vidarte bei einer Begegnung 2019 Papst Franziskus und der CELAM-Präsident, Erzbischof Hector Cabrejos Vidarte bei einer Begegnung 2019  (Vatican Media)

Celam zur Synode: Zuhören ist die beste Vorbereitung

Nur noch wenige Stunden, dann ist es so weit: Papst Franziskus eröffnet mit einer Messe im Petersdom die Weltbischofssynode zum Thema Synodalität. Besonders wichtig auf dem Weg zur Synode 2023 ist für den Präsidenten des Lateinamerikanischen Bischofsrats Celam, Erzbischof Héctor Miguel Cabrejos Vidarte, das Zuhören. Er wirbt im Interview mit Radio Vatikan zudem für Solidarität und erinnert an die Not von Migranten und Flüchtlingen.

Andrea De Angelis und Stefanie Stahlhofen – Vatikanstadt

Dieses Mal wird die Weltbischofssynode im Vatikan auf Wunsch von Papst Franziskus zum ersten Mal nach einem neuen Verfahren begangen. Neu dabei : Eine breite weltkirchliche Vorbereitung in mehreren Schritten. Sie beginnt diesen Sonntag mit der Eröffnungsmesse des Papstes und gipfelt dann im Herbst 2023 in der Bischofssynode im Vatikan. Die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom steht unter dem Motto „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“.

Eine Synode, bei der es um Synodalität geht. Was das Wort synodal bedeutet, war deshalb eine der Fragen, die wir dem Celam-Präsidenten, Erzbischof Cabrejos Vidarte gestellt haben, als er bei uns im Radio war. 

„Was bedeutet das, synodal? Es steht für gemeinsam einen Weg gehen, und zwar alle zusammen! Nicht nur die Bischöfe, nicht nur die Priester, sondern das ganze Gottesvolk, zusammen mit den Bischöfen und Priestern unterwegs um zu hören und zu unterscheiden, was Gott uns in diesem historischen Moment sagen will. Das ist der Knackpunkt."  

Hier im Audio: Der Celam-Präsident Erzbischof Héctor Miguel Cabrejos Vidarte, zum Thema Synodalität und Flüchtlinge

„Gemeinsam auf dem Weg, und zwar alle zusammen“

Regierungen müssen Schreie der Migranten hören

Mit Blick auf das Thema Migranten und Flüchtlinge betont der Erzbischof von Trujillo, dass die Kirche gemäß dem Ruf nach Solidarität von Papst Franziskus und gemäß seiner Enzyklika „Fratelli tutti" über die Geschwisterlichkeit aller Menschen handele. Die Zahl der Migranten und Flüchtlinge sei jedoch vielerorts sehr hoch. In Peru etwa gebe es inzwischen rund 1,5 Millionen Venezolaner, aber auch viele Migranten und Flüchtlinge aus Haiti und weiteren Ländern, berichtet Erzbischof Cabrejos Vidarte: 

„Die Kirche spricht und bittet, aber meiner Meinung nach sind es die Regierungen und die Regierenden, die hier nicht genug den humanitären Notruf hören“

„Für mich ist das große Problem: Wer hört den Schrei dieser Menschen? Die Kirche hört ihn, aber sie hat nicht die Macht, alles durchzusetzen. Die Kirche spricht und bittet, aber meiner Meinung nach sind es die Regierungen und die Regierenden, die hier nicht genug den humanitären Notruf hören."

(vatican news) 

 

 

09 Oktober 2021, 11:50