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Bischofsweihe in China Bischofsweihe in China 

China und Vatikan ernennen gemeinsam neuen Bischof

Im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen Heiligem Stuhl und China über die Ernennung von Bischöfen ist Thomas Chen Tianhao zum Bischof von Qingdao bestimmt worden. Vatikansprecher Matteo Bruni zufolge sind weitere Bischofsernennungen für China nach demselben Verfahren in Vorbereitung.

Chen sei der inzwischen dritte Bischof in China, der seit der Vereinbarung vom September 2018 „ernannt und geweiht wurde“, so Bruni. Rom und Peking hatten das Abkommen kürzlich um weitere zwei Jahre verlängert. Die Vereinbarung, über deren Wortlaut beide Seiten Stillschweigen vereinbart hatten, betreffe „ausschließlich den Prozess der Ernennung von Bischöfen: eine wesentliche Frage für das Leben der Kirche und für die Gemeinschaft der Hirten der chinesischen katholischen Kirche mit dem Bischof von Rom und den Bischöfen der Welt“, erinnerte der Vatikansprecher.

Nicht Gegenstand des Abkommens seien dementsprechend Fragen wie der rechtliche Status der chinesischen katholischen Kirche oder die Beziehungen zwischen dem Klerus und den Behörden des Landes oder auch die direkten diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und China. Rom und Peking unterhalten seit 1949 keine diplomatischen Beziehungen.

Ein Kollegengespräch zu Bischofsernennungen und dem Verhältnis China-Vatikan

Ziel des Abkommens: Pastoral

Das Ziel des vorläufigen Abkommens zwischen Rom und Peking zur Ernennung von Bischöfen ist allein die Seelsorge, wie der Heilige Stuhl von Anfang an betonte. Die Vereinbarung soll es den katholischen Gemeinden ermöglichen, Bischöfe zu haben, die in voller Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri stehen und gleichzeitig von den Behörden der Volksrepublik China anerkannt sind.

Thomas Chen Tianhao ist gebürtig aus der Region Qingdao. Die Neun-Millionen-Stadt liegt in Ostchina am Gelben Meer.

(vatican news)

25 November 2020, 08:09