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Mike Pompeo bei seinem Besuch im Vatika an diesem Donnerstag Mike Pompeo bei seinem Besuch im Vatika an diesem Donnerstag  (ANSA)

US-Außenminister Pompeo im Vatikan: Gespräche mit Parolin und Gallagher

Das Gespräch des Außenministers der Vereinigten Staaten mit dem vatikanischen Kardinalstaatssekretär und dem Sekretär für Beziehungen zu den Staaten drehte sich um China und um gewaltsame Konflikte weltweit.

Der amerikanische Außenminister Pompeo traf am Morgen des 1. Oktober im Vatikan ein, um Kardinal Pietro Parolin und seinen Amtskollegen, Erzbischof Gallagher, den „Außenminister“ des Heiligen Stuhls, zu treffen. Das 45-minütige Gespräch, das in einer „respektvollen“ und „herzlichen“ Atmosphäre stattfand, ermöglichte es, die jeweiligen Positionen zu China darzulegen und über einige der blutigen Konflikte zu sprechen, die die Welt derzeit erlebt, gab der Vatikansprecher im Anschluss bekannt.

Auf Fragen von Journalisten antwortete der Direktor des Pressesaals des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni: „Während der Gespräche, die heute Morgen zwischen dem Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, Michael Richard Pompeo, und dem Staatssekretär Seiner Heiligkeit, Kardinal Pietro Parolin - in Begleitung von Erzbischof Richard Gallagher, Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten - stattfanden, legten die Gesprächspartner in einer Atmosphäre des Respekts, der Entspannung und der Herzlichkeit ihre jeweiligen Standpunkte bezüglich der Beziehungen zur Volksrepublik China dar. Einige Konflikt- und Krisengebiete, insbesondere der Kaukasus, der Nahe Osten und der östliche Mittelmeerraum, wurden ebenfalls erörtert. Das Gespräch dauerte etwa 45 Minuten“.

Bekanntermaßen hatten in den letzten Wochen einige Äußerungen Pompeos gegen das vor zwei Jahren vom Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China unterzeichnete Provisorische Abkommen zu Bischofsernennungen in China Diskussionen in den Medien ausgelöst. Wie Kardinal Parolin wiederholt erklärt hat, ist der Heilige Stuhl entschlossen, eine Erneuerung des Abkommens vorzuschlagen, das noch in provisorischer Form vorliegt. Dabei wird der genuin pastorale Charakter der Vereinbarung betont, die nur darauf abziele, dass die chinesischen Bischöfe in voller Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri stehen.

(vatican news)

01 Oktober 2020, 14:48