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Vatikan: Kurie will Corona-Maßnahmen Anfang Mai lockern

Der Heilige Stuhl will der Coronakrise mit einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität an den Arbeitsplätzen ab 4. Mai begegnen. Sanitäre Maßnamen bleiben aber aufrecht. Das haben die Leiter der Kurienbüros bei einer Sitzung am Mittwochvormittag unter Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin beschlossen, wie das vatikanische Presseamt mitteilte.

Am 4. Mai beginnt demnach im Vatikan die zweite Phase des Corona-Notstands. Bei dem Treffen hätten die Kurienleiter den Wunsch geäußert, nachhaltige Maßnahmen im Umgang mit der Bedrohung durch das Virus zu finden, heißt es in der Mitteilung. Die allmähliche Normalisierung der Arbeitsweise in den Kurienbüros geschehe, um „den Dienst des Heiligen Stuhles am Papst und an der Weltkirche aufrecht zu erhalten“.

Wie genau sich die Rückkehr zur Normalität gestalten wird, geht aus dem Statement nicht hervor. Die Angestellten in den Behörden des Heiligen Stuhles arbeiten derzeit häufig im Schichtdienst oder von zu Hause aus. Beides war bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie im Vatikan nur selten vorgekommen. In Kurienbüros herrschen üblicherweise feste Arbeitszeiten für alle, Homeoffice galt unter anderem wegen des vertraulichen Charakters der Arbeit als nicht realisierbar.

Von den Regelungen betroffen sind ausschließlich die Einrichtungen des Heiligen Stuhles. Über die Arbeit im Vatikanstaat traf die Mitteilung von diesem Mittwoch keine Aussage. Zum Vatikanstaat gehören unter anderem die Vatikanischen Museen, die seit 9. März keine Besucher mehr empfangen. Petersdom und Petersplatz sind seit 10. März geschlossen. Diese Maßnahmen galten zunächst bis zum 3. April und wurden später bis 3. Mai verlängert. Eine rasche Wiederöffnung der Papstbasilika etwa mit Anfang Mai halten Beobachter für unwahrscheinlich.  

(vatican news – gs)

22 April 2020, 14:41