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11. Februar 1929 - die Unterzeichnung der Lateranverträge 11. Februar 1929 - die Unterzeichnung der Lateranverträge 

Vatikan/Italien: 91 Jahre Lateranverträge

Zum 91. Mal jährt sich an diesem Dienstag die Unterzeichnung der Lateranverträge, mit denen der seit Ende des Kirchenstaats ungeklärte Status der Päpste vertraglich geregelt wurde. Im Vatikan ist der 11. Februar, an dem die katholische Kirche seit 1993 auch den Welttag der Kranken begeht, Feiertag.

Der Kirchenstaat, also das weltlich-politische Machtgebiet der Päpste, bestand ursprünglich aus verschiedenen Gebieten auf der italienischen Halbinsel. Nach Rückzug der Schutztruppen Frankreichs im Jahr 1870 wurden die Gebiete des Kirchenstaates jedoch im Zug einer Volksabstimmung als dem 1860 entstandenen Königreich Italien zugehörig proklamiert. Der Papst verlor seine Besitztümer und musste sich in den Vatikan zurückziehen, ohne dass sein Status oder der seiner Vorgänger geklärt wäre: Die sogenannte Römische Frage blieb fast 70 Jahre offen.

Die Lateranverträge beendeten diese Phase der Unsicherheit und legten somit den Grundstein für die Gründung des Staates der Vatikanstadt. Ebenso erhielt der Papst Entschädigungen für die Gebiete, um die er 1870 enteignet worden war. Am 11. Februar 1929 unterzeichneten im Lateranpalast der faschistische italienische Regierungschef Benito Mussolini und Kardinal Pietro Gasparri, Staatssekretär von Papst Pius XI., das Vertragswerk.

(vatican news - cs)

10 Februar 2020, 14:24