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Im brasilianischen Amazonasgebiet Im brasilianischen Amazonasgebiet 

Nach dem Papstschreiben: „Vieles ist noch im Gang“

Das Schlussdokument der Amazonas-Synode mit seinen Reformvorschlägen verfügt über „eine gewisse moralische Autorität“, da Papst Franziskus es mit seinem Schlussschreiben zur Synode nicht ersetzt, sondern ausdrücklich gewürdigt hat. Das hat der Generalsekretär der Bischofssynoden, Kardinal Lorenzo Baldisseri, am Mittwoch vor der Presse im Vatikan betont.

Baldisseri erinnerte daran, dass das Schlussdokument von den Synodenvätern Ende Oktober mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen worden ist. Franziskus hatte die Veröffentlichung des Textes angeordnet, der u.a. eine Priesterweihe für verheiratete Männer in entlegenen Amazonas-Regionen empfiehlt.

Papstsprecher Matteo Bruni wies darauf hin, das Schlussdokument der Synode sei im Licht des Papstschreibens „Querida Amazonia“ zu lesen, und deutete den Papsttext als vor allem pastoral ausgerichtet.

Kein Schlusspunkt

Kardinal Michael Czerny, Sondersekretär der Synode, erklärte, „Querida Amazonia“ bedeute keinen Schlusspunkt. Er räumte ein, der Text, der Teil des päpstlichen Lehramts sei, habe durchaus Fragen offen gelassen, etwa was eine Lockerung des Zölibats angehe. Darüber werde weiter debattiert werden. Auch Baldisseri betonte, der kirchliche Prozess des Nachdenkens über Amazonien und die bei der Synode aufgeworfenen Fragestellungen sei jetzt nicht am Ende. „Vieles ist noch im Gang.“

(vatican news – sk)

12 Februar 2020, 20:16