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Kardinal Robert Sarah Kardinal Robert Sarah 

Zölibat: Kardinal Sarah verteidigt sein Buch

Kardinal Robert Sarah verteidigt seine Streitschrift für den priesterlichen Zölibat. Die Debatte über den Anteil, den der emeritierte Papst Benedikt XVI. an dem Werk habe, sei „eine Ablenkung“.

Das sagte der Präfekt der vatikanischen Gottesdienst-Kongregation am Wochenende der italienischen Tageszeitung „Il Foglio“. Sarah sprach von „absurden Polemiken“ und „vulgären Lügen“ gegen Benedikt und ihn selbst. „Was mir das Herz bricht und mich zutiefst verletzt, ist die Brutalität, die Respektlosigkeit, mit der Benedikt XVI. behandelt worden ist“, so der Kardinal.

Sarah riet allen Interessierten, sich mit den Schriften des emeritierten Papstes zu beschäftigen – „der Rest ist reine Ablenkung“. Er habe, teilweise unterstützt von Benedikt, „klare Gedanken vorgelegt, ohne irgendjemanden anzugreifen“.

„Wie kann man denn behaupten, dass ich mich Papst Franziskus entgegengestellt hätte?“

Wörtlich sagte der aus Guinea stammende Kardinal: „Wie kann man denn behaupten, dass ich mich Papst Franziskus entgegengestellt hätte? Gibt es in dem Text etwa einen einzigen Satz, der eine solche Opposition ausdrücken würde?“ Er verstehe nicht, warum er „ständig mit übler Nachrede und Demütigungen bedeckt“ werde.

Sarah hatte unlängst bei der Veröffentlichung eines Buches zum Zölibat Benedikt XVI. als den Ko-Autor des Werkes angegeben. Der emeritierte Papst hingegen wirkte darauf hin, dass sein Name vom Buchumschlag entfernt wurde, und bekannte sich lediglich zu einem der im Buch publizierten Aufsätze.

(vatican news – sk)
 

26 Januar 2020, 13:03