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Erzbischof Joseph Marino, hier bei einer Begegnung mit Franziskus im März 2018 Erzbischof Joseph Marino, hier bei einer Begegnung mit Franziskus im März 2018  (Vatican Media)

Wechsel an Spitze der Päpstlichen Diplomatenakademie

Die Päpstliche Diplomatenakademie hat einen neuen Präsidenten: Papst Franziskus ernannte dazu den gebürtigen US-Amerikaner Joseph Marino. Für den Posten sind stets diplomatisch erfahrene Kurienerzbischöfe vorgesehen. Der vormalige Akademiepräsident Giampiero Gloder geht dafür als Nuntius nach Kuba.

Der neue Präsident der Päpstlichen Diplomatenakademie, Erzbischof Joseph Marino, war zuletzt als Nuntius in Malaysia und Osttimor sowie als Apostolischer Delegat in Brunei tätig. Weitere Stationen seiner diplomatischen Laufbahn waren  Nigeria, Montevideo, Uruguay, Bangladesch und die Philippinen. Vom polnischen Papst Johannes Paul II. wurde er im April 1999 - auf der Höhe des Balkankonfliktes - nach Belgrad entsandt. Kurz vor Beginn der US-Intervention im Irak im Jahr 2003 war Marino Teil einer Vatikandelegation in Washington, die sich um eine Abwendung des Konfliktes bemühte. Marino wurde 1953 im US-amerikanischen Bundesstaat Alabama geboren.

Erzbischof Giampiero Gloder, vormals Präsident der Päpstlichen Diplomatenakademie, schickt Papst Franziskus als Nuntius nach Kuba, gab der Vatikan heute weiter bekannt.  Der aus dem Veneto stammende italienische Geistliche, Jahrgang 1958, war der erste Bischof, den Franziskus nach seiner Wahl zum Papst weihte. Er stand der Päpstlichen Diplomatenakademie seit September 2013 vor. Zuvor war er unter anderem als Nuntiatursekretär in Guatemala tätig, ab 1995 arbeitete er in der Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten des Vatikanischen Staatssekretariates. Der Ehrenprälat wurde 2014 zum Vizekämmerer der Heiligen Römischen Kirche bestimmt.  

(vatican news – pr)

11 Oktober 2019, 12:21