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Der Papst lässt sich beraten: Archiv-Foto vom Kardinalsrat Der Papst lässt sich beraten: Archiv-Foto vom Kardinalsrat  (Vatican Media)

Kardinalsrat: Kostenreduktion, Kinderschutz, Kommunikation

Drei Tage haben die Papst-Berater wieder im Vatikan getagt, Thema war wie immer die Reform des Vatikan. Aber auch die Kinderschutz-Konferenz im Februar wurde besprochen. Nicht mehr im Kardinalsrat dabei sind die Kardinäle Laurent Monsengwo Pasinya, George Pell und Francisco Javier Errázuriz. Der Vatikan informierte zum Abschluss über Verlauf und Ergebnisse des Treffens.

Christina Höfferer - Vatikanstadt

Der Kardinalsrat verkleinert sich mit dem Ausscheiden der drei bisherigen Mitglieder, dem Stand der Beratungen geschuldet werden die Stellen aber erst einmal nicht nachbesetzt.

Die Kosten des Vatikan und deren Reduktion gehörten zu den wichtigsten Punkten auf der Tagesordnung. Kardinal Reinhard Marx, Koordinator des Rates für Wirtschaft, sprach über die Frage der Senkung der Betriebskosten. Es seien nach wie vor keine Entlassungen geplant, betont das Vatikan-Statement nach der Sitzung, aber es müssten andere Wege gefunden werden, effektiver zu arbeiten. Genaue Stellenbeschreibungen seien so ein Weg, Frühpensionierungen ein anderer Weg, der vorgeschlagen wurde.

Mehrjahreshaushalt, um die Kosten in den Griff zu bekommen

Kardinal Marx schlug außerdem die Ausarbeitung von Mehrjahreshaushalten vor, damit der Wirtschaftsrat Prognosen für fünf und zehn Jahre formulieren könne. Nur so könne man eine Vorstellung von den Kosten und eine Strategie für den Umgang damit entwickeln.

Ausführlich habe sich der Kardinalsrat auch mit der für Ende Februar zusammengerufenen Konferenz der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen befasst. Papst Franziskus hatte im vergangenen September angekündigt, das Thema Missbrauch und Kinderschutz mit allen Bischofskonferenzen besprechen zu wollen, der Kardinalsrat unterstrich seinerseits in seinen Beratungen die Wichtigkeit des Themas und des Treffens.

Das Evangelium verkünden, in neuer Verfassung

Ein weiteres Thema: die Verfassung des Heiligen Stuhls. Seit Gründung des Kardinalsrates 2013 arbeitet dieser an einem Dokument, dass die Arbeitsweise neu festlegt. Arbeitstitel dieser Apostolischen Konstitution ist „Predicate Evangelium“, eine aktualisierte Version wurde bei der Sitzung dem Papst vorgelegt.

Ein drittes Thema war die Kommunikation des Vatikan. Der im Juli ernannte neue Präfekt für diesen Bereich, Paolo Ruffini, berichtete über den Stand der Reform. Da die Medien sich ständig änderten, müsse auch der Vatikan sich anpassen. Außerdem sei es um eine einheitliche Kommunikationsstrategie gegangen, gab Vatikansprecher Greg Burke bekannt.

Kommunikationsstrategie im Vatikan

Der Kardinalsrat ließ sich abschließend vom Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität über die Neuordnung der Verwaltung des Staates der Vatikanstadt informieren, diese war am 6. Dezember bekannt gegeben worden.

Bei den Beratungen anwesend waren die Kardinäle Oscar Rodríguez Maradiaga, Reinhard Marx, Seán Patrick O'Malley, Giuseppe Bertello und Oswald Gracias. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin war nicht anwesend, weil er den Heiligen Stuhl auf der Regierungskonferenz zum UNO-Migrationspakt in Marokko vertreten hat. Wie üblich nahm der Papst an der Arbeit teil, mit Ausnahme der Generalaudienz am Mittwoch.

Die nächste Sitzung des Rates der Kardinäle findet am 18., 19. und 20. Februar 2019 statt.

(vatican news)
 

12 Dezember 2018, 13:28