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Papst Franziskus und die Familie Papst Franziskus und die Familie  (Vatican Media)

Päpstliches Institut mit neuem Lehrstuhl zu Ehe und Familie

Das „Päpstliche Institut Johannes Paul II.“ gründet einen neuen Lehrstuhl zu Ehe und Familie. Unter dem Namen „Gaudium et spes“ (Freude und Hoffnung) soll er sich vor allem mit der Situation von Partnerschaften und Familien in der westlichen Welt befassen, wie der italienische Pressedienst ACI am Dienstag berichtete.

Der Gründungsakt findet demnach am Donnerstag an der Lateranuniversität in Rom statt. Bei seiner Forschung und Lehre soll der neue Lehrstuhl auch mit der Katholischen Universität von Murcia in Spanien zusammenarbeiten.

Das bei der Päpstlichen Lateranuniversität angesiedelte „Päpstliche Theologische Institut Johannes Paul II.“ wurde ursprünglich 1981 von Johannes Paul II. (1978-2005) gegründet. Es agiert allerdings eigenständig, verleiht eigene Abschlüsse und hat Standorte unter anderem in den USA, Mexiko, Benin und Australien. Im September vergangenen Jahres ersetzte Papst Franziskus das bisherige „Päpstliche Institut Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie“ durch ein „Päpstliches Theologisches Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“.

Damit setzt der Papst die katholische Lehre auf ein neues Gleis, auf dem sich die Kirche einer breiteren Spanne von sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Herausforderungen stellen soll. Der neu gegründete Lehrstuhl ist ein Teil dieser Neuausrichtung des Instituts. Benannt ist er nach „Gaudium et spes“, einem zentralen Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), in dem es um die Herausforderungen der Kirche in der modernen Welt geht.

(sir/kna – pr)

24 Januar 2018, 14:00