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Hl. Susanna, Märtyrerin

Die Legende über das Leben der hl. Susanna kennen wir aus einer „Passio“ aus dem 4. Jahrhundert. Wann sie geboren wurde, wissen wir nicht; wahrscheinlich gehörte ihre Familie einem dalmatischen Adelsgeschlecht an und lebte im 3. Jahrhundert in Rom. Susanna war mit Kaiser Diokletian verwandt. Ihr Vater war der Priester Gabinius; ein Onkel – Gaius – der Bischof von Rom (von 283 bis 296); zwei weitere – Claudius und Maximus – waren hohe Palastbeamte. Susanna war gebildet und schön: sie weihte sich Christus und bot ihm ihre Jungfräulichkeit an. Das Angebot des Kaisers, seinen Adoptivsohn zu heiraten, wies sie zurück...

Das Vorbild Susannas

Susannas Onkel Claudius hatte die Aufgabe, das Heiratsangebot zu überbringen. Als er aber sah, dass das Mädchen durch nichts von seinem Entschluss abzubringen war, war so er so betroffen, dass er mehr über ihren Glauben wissen wollte. Er bekehrte sich, und mit ihm seine Frau, seine Kinder und seine Sklaven; seinen Besitz verteilte er an die Armen. Als Diokletian keine Antwort erhielt, sandte er den Bruder des Claudius aus: Maximus. Dieser beriet sich mit Claudius, Gabinus und Gaius, und die vier beschlossen, dass sie das Mädchen nicht zur Heirat zwingen wollten, ja auch Maximus bekehrte sich zum Christentum.

Im eigenen Haus enthauptet

Als der Kaiser erfuhr, dass Susanna das Heiratsangebot nicht annehmen wollte, ja sogar seine Beamten Christen geworden waren, ließ er das Mädchen mitsamt ihrer Familie verhaften: sie weigerten sich, ihrem Glauben abzuschwören und wurden zum Tode verurteilt. Claudius und Maximus wurden bei lebendigem Leibe verbrannt, Gabinus gefoltert; Susanna am 11. August in ihrem eigenen Haus enthauptet. Serena, Gattin des Diokletian und selbst heimlich Christin, ließ das Mädchen begraben und bewahrte ihr Blut als heilige Reliquie auf. Papst Gaius feierte am Tag nach dem Martyrium am Todesort eine Messe und bestimmte, dass Susanna in ihrem eigenen Haus verehrt werden solle. Die hier errichtete Kirche war im 4. Jahrhundert als „ad duas domos“ bekannt und diente lange als Hauskirche. Die sterblichen Reste der hl. Susanna ruhen heute in der ihr geweihten Kirche in den Diokletiansthermen in Rom.