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Hl. Antonius, Abt

Hl. Antonius, Abt, XVIII. Jahrhundert Hl. Antonius, Abt, XVIII. Jahrhundert 

Askese und Gebet

Sein Leben ist geprägt von Abgeschiedenheit, Fasten und Arbeit. Schon als junger Mann gab Antonius alle seine Güter den Armen und zog sich in die Wüste zurück, wo er gegen die Versuchungen des Dämons ankämpfe und ein Leben in Askese und Gebet wählte. Er gründete eine Familie von Mönchen, die sich unter der Führung eines geistlichen Vaters dem Dienst an Gott verschreiben.

Antonius und die Segnung der Tiere

Gemalt wird Antonius gerne an der Seite eines Schweins, das ein Glocke um den Hals trägt. Diese ikonografische Darstellung rührt vom alten Hospitalorden der „Antonianer“ her, die in den Dörfern Schweine züchteten, um mit dem Fett der Tiere die Kranken zu behandeln, die sich eine Mutterkornvergiftung zugezogen hatten. Diese Krankheit wurde als „Feuer des heiligen Antonius“ bezeichnet.

Am Tag des Heiligen Antonius werden Ställe und Tiere gesegnet. In der Ikonografie wird Antonius auch mit einem Eremitenstab in Form eines T gezeigt, des letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets.

Eine Gabe Gottes

In der Heiligenbiografie „Vita Antonii” schreibt der heilige Athanasius über Antonius: „Ein Kennzeichen seiner Tugend und gottgeweihten Seele ist dies, dass er überall berühmt war und von allen bewundert wurde, und dass sich auch die nach ihm sehnten, die ihn nicht gesehen hatten. Denn Antonius wurde berühmt nicht durch seine Schriften noch durch weltliche Weisheit oder durch irgendeine Kunst, sondern allein durch seine Frömmigkeit. Dass dies eine Gnade Gottes ist, wird niemand leugnen. Wie hätte man sonst von ihm, der sich auf seinem Berge verbarg und ruhig dort saß, in Spanien, Gallien, in Rom und Afrika gehört, wenn es nicht Gott war, der überall die Seinen berühmt macht, der dies auch dem Antonius im Anfang seiner Laufbahn verkündete! Mögen sie selbst auch im Verborgenen leben, mögen sie auch wünschen, verborgen zu bleiben, der Herr zeigt sie doch allen wie Leuchten, damit so auch die, welche es hören, erkennen, dass seine Gebote geeignet sind zur Vollkommenheit und damit sie das eifrige Streben nach dem Weg zur Tugend gewinnen“.