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Die Audienz für Mitglieder der ,Hilton Foundation' an diesem Mittwoch Die Audienz für Mitglieder der ,Hilton Foundation' an diesem Mittwoch  (Vatican Media)

Papst: „Ordensfrauen haben die Nase vorn“

Franziskus hat bekannt, dass noch zu wenige Frauen kirchliche Führungsrollen innehaben. In der Kirche gelte es „eine klerikale und machohafte Mentalität“ zu überwinden, sagte er am Mittwoch zu Mitgliedern der amerikanischen „Hilton Foundation“. Zudem sagte er, die Kirche habe zu wenig in die Ausbildung von Ordensfrauen investiert.

Anne Preckel - Vatikanstadt

„Wir beklagen uns oft darüber, dass es nicht genügend Ordensfrauen in verantwortlichen Positionen gibt, in den Diözesen, in der Kurie und in den Universitäten“, sagte Franziskus an diesem Mittwoch zu der Delegation, die ihn im Vatikan besuchte. „Das ist richtig“, räumte er ein. Es sei auch „richtig, dass wir eine klerikale und machohafte Mentalität überwinden müssen“, fügte er an.

„Es ist richtig, dass wir eine klerikale und machohafte Mentalität überwinden müssen.“

Franziskus erinnert an Ernennung von Frauen

Franziskus verwies zugleich auf die Ernennung mehrerer Frauen in hohe Ämter während seines Pontifikates. „Gott sei Dank“ gebe es jetzt eine Präfektin in der Kurie, ging er auf die Ernennung der italienischen Ordensfrau Simona Brambilla ein, die er jüngst an die Spitze der Vatikanbehörde für die Orden berief. Zudem werde der italienischen Ordensschwester Raffaella Petrini im März die Leitung des Governatorates, der Verwaltung des Vatikanstaates mit etwa 2.000 Angestellten, übertragen. Die Ernennung hatte der bereits am Wochenende angekündigt. Beide Ordensschwestern sind die ersten Frauen in der jeweiligen Position.

Zudem verwies der Papst auf drei Frauen im Dikasterium für die Bischöfe, die bei der Auswahl von Bischöfen mitbestimmen könnten: es handelt sich um die Ordensfrauen Raffaella Petrini aus Italien, Yvonne Reungoat aus Frankreich sowie María Lía Zervino aus Argentinien, die er im Juli 2022 in das Gremium geholt hatte. Franziskus erwähnte zudem an diesem Mittwoch die italienische Franziskanerin Silvana Piro, die als Untersekretärin in der vatikanischen Güterverwaltung APSA wirkt. Sie habe „zwei Abschlüsse in Wirtschaftswissenschaften“, lobte der Papst.

Kompetente Ordensschwestern

„Gott sei Dank haben die Ordensschwestern die Nase vorn und wissen, wie sie es besser machen können als die Männer“, zeigte sich Franziskus überzeugt. Und er bat Ordensleitungen, solche kompetenten Arbeitskräfte gegebenenfalls gehen zu lassen, sollten sie angefragt werden. Es sei schon vorgekommen, dass deren Vorgesetzte sie nicht gehen ließen. „Nein, bitte lasst (sie) gehen“, richtete der Papst sich an Ordensobere: „Seid großzügig, habt den Atem der Weltkirche und einer Mission, die über die Grenzen eures Instituts hinausgeht.“

Franziskus zeigte sich bei der Audienz für die „Hilton Foundation“, die das Wirken und die Ausbildung von Ordensfrauen weltweit unterstützt, auch in einem anderen Punkt selbstkritisch: der Ausbildung von Ordensfrauen. In diesem Bereich habe die Kirche „wenig investiert“, räumte der Papst ein, „viel weniger als in die Ausbildung des Klerus“. „Das ist wahr, denn es wird angenommen, dass Ordensschwestern, und auch Frauen, ,zweite Klasse‘ sind“, verwies der Papst auf eine Mentalität, die Frauen diskriminiert.

Es braucht eine bessere Ausbildung von Ordensfrauen

„Vergessen Sie nicht, dass seit dem Tag des Gartens Eden die Frauen das Sagen haben...“, setzte der Papst dem entgegen, „die Frauen haben das Sagen!“ Und er rief dazu auf, dass Ordensschwestern „studieren und sich weiterbilden können“. Für ihre Arbeit „an den Grenzen, an den Peripherien, bei den Letzten“ brauche es Ausbildung und Kompetenz, so der Papst. Dabei solle der Auftrag des Dienens nicht damit verwechselt werden, „jemandes Diener zu sein“, fügte er mit Blick auf die Ausbeutung der Arbeitskraft von Ordensschwestern an. „Das muss aufhören, und Sie als Stiftung tragen dazu bei, die Kirche aus dieser klerikalistischen Mentalität herauszuführen“, lobte er die „Hilton Foundation“.

Die „Conrad N. Hilton Foundation“ ist eine amerikanische Stiftung aus dem Nachlass des Hoterliers Conrad Hilton mit Sitz in Nevada, USA, die humanitäre Projekte unterstützt. Ein Bereich ist dabei die Förderung der Arbeit von katholischen Ordensschwestern weltweit.

Hier zum Hören

(vatican news – pr)

 

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