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Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Lissabon im vergangenen August Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Lissabon im vergangenen August  (Vatican Media)

Papst an die Jugend: Seid Hoffnung für jene, die von Kriegen betroffen sind

Franziskus hat zum 38. diözesanen Weltjugendtag eine Botschaft veröffentlicht, in der er Péguy, Benedikt XVI. und auch den Film „Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni zitiert. Das katholische Kirchenoberhaupt ermahnt Jungen und Mädchen, Vertrauen durch konkrete Lebensentscheidungen zu nähren.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Sein Herz ist noch in Lissabon, gibt der Papst freimütig in der Botschaft zum 38. Weltjugendtag zu. Aber gleichzeitig ist sein Blick auch bereits auf Seoul, Südkorea, gerichtet, wo der Weltjugendtag 2027 stattfinden wird - und davor auf Rom, wo für das Heilige Jahr 2025 ebenfalls ein Jugendtreffen anberaumt ist. Der Papst wendet sich an Jungen und Mädchen aus der ganzen Welt und fordert sie auf, in dieser Zeit der Vorbereitung auf das Ereignis „glücklich in der Hoffnung“ zu sein. Eine Aufforderung, die auch das Thema des 38. Weltjugendtages ist, der am 26. November in den Teilkirchen gefeiert wird, in Anlehnung an eine Ermahnung des Paulus an die Gemeinde von Rom, die eine Zeit großer Verfolgung erlebte.

Eine Zeit, in der die Hoffnung abwesend zu sein scheint

Die Wahl ist nicht zufällig in „einer Zeit, in der für viele, auch für junge Menschen, die Hoffnung der große Abwesende zu sein scheint“, schreibt der Papst in seiner Botschaft zum Weltjugendtag, die er am 9. November, dem Fest der Einweihung der Lateranbasilika, unterzeichnet hat.

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Leider seien viele ihrer Altersgenossen, die Krieg, Gewalt, Mobbing und verschiedene Formen von Not erleben, von Verzweiflung, Angst und Depression geplagt, erinnert der Papst in seiner Botschaft. Sie fühlten sich wie in einem dunklen Gefängnis eingesperrt und seien nicht in der Lage, die Strahlen der Sonne zu sehen. Die hohe Selbstmordrate unter jungen Menschen in mehreren Ländern sei ein dramatischer Beweis dafür.

Die Freude, die aus der Begegnung mit Christus entsteht

Wie kann man in einem solchen Kontext Gefühle der Freude und Hoffnung erleben? Wie kann man vermeiden, dass die Verzweiflung die Oberhand gewinnt, der „Gedanke, dass es sinnlos ist, Gutes zu tun, weil es von niemandem geschätzt und anerkannt wird“? Papst Franziskus weist den Weg: Die Freude der Hoffnung, schreibt er, entspringe dem Ostergeheimnis Christi, der Kraft seiner Auferstehung. Sie sei nicht die Frucht menschlicher Anstrengung, Erfindungsgabe oder Kunst. Es sei vielmehr die Freude, die aus der Begegnung mit Christus kommt. „Die christliche Freude kommt von Gott selbst“, so der Papst weiter und fügt an: „aus dem Wissen, dass wir von ihm geliebt werden“.

Die Worte von Benedikt XVI.

In seiner Botschaft zitiert Franziskus den von ihm so geliebten Dichter Charles Péguy und Benedikt XVI., an dessen Überlegungen nach dem Weltjugendtag in Madrid 2011 er sich erinnert. Benedikt XVI. fragte nach der Freude und woher sie komme. „Wie können wir sie erklären? Sicherlich gibt es viele Faktoren, die zusammenwirken. Aber der entscheidende ist die Gewissheit, die aus dem Glauben kommt: Ich bin gewollt“, zitierte Franziskus seinen Vorgänger.

(vatican news)

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14. November 2023, 15:09