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Radioakademie: Papst Franziskus über Unterscheidung - Teil 2

In seiner Katechese-Reihe zum Thema Unterscheidung der Geister hat Franziskus verschiedene Elemente der Unterscheidung benannt, darunter das Gebet und die Selbsterkenntnis. Darum geht es im zweiten Teil unserer Radioakademie im Monat April.

„Das Gebet ist eine unverzichtbare Hilfe für die Unterscheidung der Geister, vor allem dann, wenn es die Gefühle einbezieht und uns gestattet, uns mit Einfachheit und Vertrautheit an Gott zu wenden, so wie man zu einem Freund spricht. Es bedeutet, über die Gedanken hinausgehen zu können, in Vertrautheit mit dem Herrn einzutreten, mit liebevoller Spontaneität“, führt Franziskus aus.

„Unterscheidung verlangt keine absolute Gewissheit – sie ist keine chemisch reine Methode, denn sie betrifft das Leben, und das Leben ist nicht immer logisch.“

Die Unterscheidung verlange „keine absolute Gewissheit – sie ist keine chemisch reine Methode, denn sie betrifft das Leben, und das Leben ist nicht immer logisch: Es enthält viele Aspekte, die sich nicht in eine einzige Denkkategorie einschließen lassen. Wir würden gerne genau wissen, was zu tun ist, und trotzdem handeln wir, auch wenn es geschieht, nicht immer dem entsprechend“, gibt er zu bedenken. 

Suche nach Selbst und Gott

Neben Gebet gehe es um Selbsterkenntnis - das Sich-wirklich-selbst-Kennenlernen sei eng mit der Suche nach Gott verbunden, so Franziskus: „Die Gegenwart Gottes in unserem Leben zu vergessen, geht einher mit der Unkenntnis über uns selbst – Gott nicht zu kennen bedeutet, uns selbst nicht zu kennen –, Unkenntnis darüber, wie unsere Persönlichkeit beschaffen ist, und über unsere tiefsten Wünsche“, hält der Papst fest. 

„,Ich fühle' ist nicht dasselbe wie ,ich bin überzeugt'; ,ich fühle mich danach' ist nicht dasselbe wie: ,ich will'...“

Unterscheidung könne dabei helfen, die inneren Bewegungen voneinander unterscheiden zu lernen - das sei anspruchsvoll und bisweilen„mühsam“, so Franziskus über den Prozess der Selbsterkenntnis:

„Sie erfordert die Fähigkeit, innezuhalten, den ,inneren Autopiloten abschalten', um Bewusstsein zu erlangen über unser Handeln, über die Empfindungen, die uns innewohnen, über immer wiederkehrende Gedanken, die uns beeinflussen, oft ohne unser Wissen. Sie erfordert auch, zwischen Gefühlen und geistlichen Fähigkeiten zu unterscheiden. ,Ich fühle' ist nicht dasselbe wie ,ich bin überzeugt'; ,ich fühle mich danach' ist nicht dasselbe wie: ,ich will'“, unterscheidet der Papst. 

In der Radioakademie werden Ausführungen des Papstes bei seinen Generalaudienzen zwischen Ende August 2022 und Januar 2023 zusammengefasst. Im zweiten Teil der Reihe von Anne Preckel werden die beiden Elemente Gebet und Selbsterkenntnis vertieft. Hier ein Ausschnitt:

Hier ein Ausschnitt aus Teil 2 der Reihe

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(vatican news - pr)

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11. April 2023, 09:00