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Franziskus bei der Audienz an diesem Freitag Franziskus bei der Audienz an diesem Freitag 

Papst Franziskus: „Lassen wir uns nicht den Mut rauben“

Papst Franziskus ruft dazu auf, sich von der düsteren Weltlage unserer Tage nicht entmutigen zu lassen. „Dieser Dritte Weltkrieg, der im Gang ist, macht uns bewusst, dass die Erneuerung von unten her kommen muss, wo Beziehungen solidarisch und vertrauensvoll gelebt werden“, sagte er an diesem Freitag im Vatikan.

„Lassen wir uns nicht den Mut zu neuen Anfängen der Versöhnung und der Geschwisterlichkeit rauben!“

Diese Worte des Papstes fielen bei einer Audienz für die christliche Arbeiterbewegung Italiens, die derzeit ihren 50. Geburtstag feiert. Franziskus ging nicht weiter auf das Thema Krieg ein; stattdessen erinnerte er die Anwesenden an die Ursprungs-Dynamik ihres Verbands.

Die Zeichen der Zeit lesen

„Ihr seid eine Bewegung, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entstanden ist, und könnt Zeugnis ablegen für die Fruchtbarkeit dieser Epoche, in kirchlicher wie in sozialer Hinsicht. Ich ermutige euch, die Aufbruchsstimmung des Anfangs wiederzuentdecken! … Das Konzil hat uns dazu aufgerufen, die Zeichen der Zeit zu lesen, und hat auch selbst ein Beispiel dafür gegeben. Fragt euch also mit Blick auf die sozialen Umbrüche von heute: Wie können wir heute dem Dienst an den Arbeitenden treu sein? Wie können wir die ökologische und die Friedens-Umkehr leben?“

Die Pandemie und der Krieg haben nach der Beobachtung des Papstes für ein „härteres, pessimistischeres soziales Klima“ gesorgt. Umso wichtiger sei es da, Hoffnung auszusäen. Zugleich müsse die Aufmerksamkeit in den Pfarreien und Bistümern für Problematiken aus der Welt der Arbeit geschärft werden.

„Kümmert euch nicht nur um die, die bei euch eingeschrieben sind“

„Soziale Ungleichheit, Formen von Sklaverei und Ausbeutung, Familienarmut wegen fehlender oder schlecht bezahlter Arbeit sind Realitäten, die in unserem kirchlichen Ambiente wahrgenommen werden müssen. Es geht hier vor allem um Formen der Ausbeutung – nennen wir die Dinge doch beim Namen! Ich rufe euch dazu auf, Geist und Herz offenzuhalten für die Arbeitenden, vor allem wenn sie arm und schutzbedürftig sind, und denen Stimme zu geben, die keine haben. Kümmert euch nicht nur um die, die bei euch eingeschrieben sind, sondern seid Sauerteig für das soziale Gewebe des Landes – Sauerteig der Gerechtigkeit und Solidarität!“

(vatican news – sk)

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09. Dezember 2022, 13:28