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Wenn Fußball für Solidarität sorgt Wenn Fußball für Solidarität sorgt 

Franziskus: Gemeinsam einen Fußballkick gegen Ausgrenzung geben

Vor dem Anpfiff noch beim Papst: Franziskus hat die Teilnehmer des für diesen Sonntagnachmittag angesetzten Fußball-Freundschaftsspiels zwischen einer Mannschaftsauswahl der Welt-Roma-Organisation und dem „Papst-Team – Fratelli tutti“ in Audienz empfangen. Das entscheidende Tor, so der Papst an diesem Samstagmittag, „lässt die Hoffnung gewinnen“.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Das für diesen Sonntag in Formello bei Rom auf dem Gelände des Sportvereins „Lazio-Rom“ angesetzte Fußballspiel stehe im Zeichen einer „sportlichen Leidenschaft, die von Solidarität und Unentgeltlichkeit geprägt ist, mit einem amateurhaften und integrativen Geist“. Daran erinnerte Papst Franziskus, als er an diesem Samstagmittag die Teilnehmer des Freundschaftsspiels empfing. Es handelt sich um eine Benefizveranstaltung zur Unterstützung des Projekts „Un calcio all'esclusione“ (Ein Fußballkick gegen Ausgrenzung), das von der Diözese Rom mit dem Ziel gefördert wird, die Eingliederung der Roma und der am meisten gefährdeten Menschen zu unterstützen. Das „Team des Papstes - Fratelli tutti“ setzt sich aus Schweizergardisten, Vatikanangestellten, Kindern von Angestellten und Priestern zusammen. Der Pontifex erinnerte an die besondere Zusammensetzung dieser Fußballformation:

Zum Nachhören - was Franziskus den Fußballern sagte

„Auf dem Spielfeld - mit dem Trikot mit der Aufschrift ,Fratelli tutti´ - werden auch ein junger Fußballer mit Down-Syndrom, ein Mitglied von ,Special Olympics´ und drei Migranten zu sehen sein. Diese drei Migranten wurden nach einer von Missbrauch und Gewalt geprägten Reise, die sie vom griechischen Lager auf Lesbos und dann nach Italien führte, von der Gemeinschaft Sant'Egidio aufgenommen und machen nun eine Erfahrung der Integration. Ich danke Ihnen allen, dass Sie sich bereit erklärt haben, zum ,Team des Papstes´ zu gehören. Es ist ein Team, in dem es keine Barrieren gibt und in der Inklusion die Normalität ist.“

Das Trikot mit der Nummer Eins für den Papst
Das Trikot mit der Nummer Eins für den Papst

Kirche sein heißt, als von Gott Berufene zu leben

Papst Franziskus, der den Vorschlag der Welt-Roma-Organisation annahm, ein Fußballspiel zu veranstalten, um das Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung neu zu beleben, ermutigte dann „mit besonderer Zuneigung“ das Projekt „Un calcio all'esclusione“. Und er dankte dem Verein „Lazio-Rom“, der diese Initiative, die der Papst dem Päpstlichen Kulturrat anvertraut hat, „freundlicherweise und großzügig beherbergt und unterstützt“. Der Papst erinnerte auch an seinen Besuch bei der Roma-Gemeinschaft am 14. September in Košice in der Slowakei. Bei dieser Gelegenheit hatte Franziskus dazu aufgerufen, „vom Vorurteil zum Dialog, von der Abschottung zur Integration“ überzugehen:

„Nachdem ich die Zeugnisse einiger Gemeindemitglieder gehört hatte - Geschichten von Schmerz, Erlösung und Hoffnung -, erinnerte ich alle daran, dass ,Kirche zu sein bedeutet, als jemand zu leben, der von Gott berufen ist, es bedeutet, sich im Leben zugehörig zu fühlen, Teil desselben Teams zu sein´. Ich habe genau diese Ausdrücke aus der Sprache des Fußballs verwendet, die auch sehr gut zu der Bedeutung Ihres Spiels passen. Zu oft, so sagte ich den Roma in Košice, waren die Roma Gegenstand von Vorurteilen und gnadenlosen Urteilen, von diskriminierenden Stereotypen, von diffamierenden Worten und Gesten. Das Ergebnis ist, dass wir alle menschlich ärmer geworden sind.“

Die Mannschaften mit dem Papst
Die Mannschaften mit dem Papst

Sport kann Brücken der Freundschaft bauen

Aus diesem Grund, so der Papst, sei das für Sonntag, den 21. November, geplante Sportereignis „von großer Bedeutung“: Es zeige, dass „der Weg zum friedlichen Zusammenleben die Integration ist". An die Vertreter der Welt-Roma-Organisation mit Sitz in Zagreb gerichtet, erinnerte der Papst daran, dass die entscheidenden Ziele diejenigen sind, die die Hoffnung gewinnen lassen.

„Liebe Roma-Freunde, ich weiß, dass Sie in Kroatien viele sportliche Initiativen zur Integration, zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Freundschaft ins Leben rufen. Es ist ein Zeichen der Hoffnung! Denn die großen Träume der Kinder können nicht an unseren Barrieren scheitern. Kinder, alle Kinder, haben das Recht, gemeinsam aufzuwachsen, ohne Hindernisse und ohne Diskriminierung. Und der Sport ist ein Ort der Begegnung und der Gleichheit und kann durch Brücken der Freundschaft Gemeinschaft schaffen. Vielen Dank für diesen Besuch! Ich wünsche Ihnen ein gutes Spiel. Es spielt keine Rolle, wer die meisten Tore schießt, denn man schießt gemeinsam das entscheidende Tor, das Tor, das die Hoffnung weckt und dem Ausschluss einen Kick gibt.“

(vatican news)

Und auch ein Trikot mit der Stürmer-Nummer 10 für den Papst
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20 November 2021, 13:36