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Ein Mann in Liberia wäscht seine Hände, um eine Übertragung des jüngst verstärkt auftretenden Ebola-Virus zu verhindern Ein Mann in Liberia wäscht seine Hände, um eine Übertragung des jüngst verstärkt auftretenden Ebola-Virus zu verhindern   (ANSA)

Coronavirus in Liberia: Papst stiftet medizinisches Gerät

Papst Franziskus hat eine größere Menge an medizinischer Ausrüstung für ein katholisches Krankenhaus in Liberia gestiftet. In dem afrikanischen Land werden mehr als 5.500 Coronavirus-Fälle mit bisher 245 Todesopfern verzeichnet. Erst 0,6 Prozent der Bevölkerung haben bislang eine doppelte Impfdosis erhalten.

Empfänger der Papstspende, die medizinische Ausrüstung zur Behandlung der Corona-Patienten enthält, ist das katholische Krankenhaus St. Joseph in der Diözese Monrovia. Am vergangenen Mittwoch wurde sie durch den Apostolischen Nuntius in dem Land, Erzbischof Dagoberto Campos Salas, in Anwesenheit des Generalsekretärs der Nationalen Bischofskonferenz (CABICOL), Dennis Cephas Nimene, an das Krankenhaus übergeben.

Die gelieferte Ausrüstung besteht aus antiseptischen Medikamenten für die Atemwege, Beatmungsgeräten, Masken, Atemschutzhelmen, Sauerstoff und Gesichtsschutzvisieren. „Wir sind dem Heiligen Vater für diese Spende dankbar“, so Nimene, der gegenüber der Nachrichtenagentur Aciafrica daran erinnerte, dass der Papst seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 die Arbeit der katholischen Kirche in Liberia auch durch Geldspenden in Höhe von 40.000 Euro unterstützt hat. Die jüngste Spende sei daher „die Fortsetzung einer langen Solidarität“.

Bereits mit Ebola konfrontiert

In Liberia unterhält die katholische Kirche 22 Gesundheitseinrichtungen, darunter auch das vom Orden des Heiligen Johannes von Gott (Barmherzige Brüder) geführte St. Joseph's Hospital. Bereits im Jahr 2014 war das Personal des Krankenhauses, Laien wie Ordensleute, mit der Ebola-Pandemie konfrontiert. Seitdem würden „viele Anstrengungen dafür unternommen, um das Personal vorzubereiten und die Struktur für ähnliche Notfälle angemessen auszurüsten“, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz. In der Zwischenzeit unterstütze die katholische Kirche die Impfkampagne gegen Covid und ermutige die Gläubigen, sich die vorgesehenen Dosen verabreichen zu lassen.

Die Solidarität von Papst Franziskus mit Afrika beschränkt sich jedoch nicht auf Liberia: Unter anderem wurden am 11. August zwei tragbare Lungenbeatmungsgeräte, zehn Kisten mit chirurgischen Masken und zehn Kisten mit N95-Masken sowie einige Sättigungsmessgeräte an das katholische Krankenhaus „Guter Hirte“ in Siteki in Eswatini geschickt.

(aciafrica/vatican news - cs)

30 August 2021, 09:56