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In Kabul, der Hauptstadt Afghanistans In Kabul, der Hauptstadt Afghanistans  (Public Domain)

Angelus: Papst ruft zu Gebet und Fasten für Afghanistan auf

Papst Franziskus hat sich mit den leidenden Menschen in Afghanistan solidarisiert. „In historischen Momenten wie diesen können wir nicht gleichgültig bleiben“, sagte das Kirchenoberhaupt beim Angelus. Die Gläubigen rief der Papst zu Gebet und Fasten für Afghanistan auf.

„Ich verfolge die Lage in Afghanistan mit großer Sorge", erklärte der Papst nach dem traditionellen Mittagsgebet vor den Gläubigen, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten. „Und ich teile das Leid derjenigen, die um die Menschen trauern, die bei den Selbstmordattentaten am vergangenen Donnerstag ihr Leben verloren haben, und derjenigen, die Hilfe und Schutz suchen. Ich empfehle die Verstorbenen der Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes und danke allen, die sich für die Menschen einsetzen, die so schwer getroffen wurden, insbesondere für die Frauen und Kinder. Ich bitte alle, den Bedürftigen weiterhin zu helfen und dafür zu beten, dass Dialog und Solidarität zu einem friedlichen und geschwisterlichen Zusammenleben führen und Hoffnung für die Zukunft des Landes geben."

Hier der Afghanistan-Appell von Papst Franziskus beim Angelus an diesem Sonntag:

„In historischen Momenten wie diesen können wir nicht gleichgültig bleiben, das lehrt uns die Geschichte der Kirche", fuhr der Papst fort. „Als Christen sind wir in dieser Situation in der Pflicht. Deshalb appelliere ich an alle, das Gebet zu intensivieren und zu fasten. Gebet und Fasten, Gebet und Buße: Jetzt ist es an der Zeit, dies zu tun. Ich meine es ernst: Intensivieren Sie das Gebet und üben Sie das Fasten und bitten Sie den Herrn um Gnade und Vergebung."

Beim Angelus an diesem Sonntag auf dem Petersplatz
Beim Angelus an diesem Sonntag auf dem Petersplatz

„Der Schrei der Erde und der Schrei der Armen erfordern ein entschlossenes und dringendes Handeln, um diese Krise in eine Chance zu verwandeln“

Ebenfalls nach dem Angelus drückte der Papst den Betroffenen der Überschwemmungen in Mérida, Venezuela, seine Nähe aus. Schließlich grüßte er die Angehörigen der Bewegung Laudato Si’, denen er für ihren Einsatz für das gemeinsame Haus dankte, „besonders anlässtlich des Weltgebetstages für die Schöpfung", den die Kirche am 1. September begeht. Daran anschließend findet die „Zeit der Schöpfung" statt. „Der Schrei der Erde und der Schrei der Armen werden immer ernster und alarmierender und erfordern ein entschlossenes und dringendes Handeln, um diese Krise in eine Chance zu verwandeln", sagte Papst Franziskus.

(vatican news)

29 August 2021, 12:14