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Vatikan/Schweiz: Rücktritt des Nuntius angenommen

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Erzbischof Thomas Edward Gullickson vom Amt des Apostolischen Nuntius in der Schweiz und in Liechtenstein angenommen. Das gab der vatikanische Pressesaal an diesem Donnerstag bekannt.

Erzbischof Thomas Edward Gullickson verlässt die Schweiz zum Jahresende somit nach fünf Jahren Amtszeit in dem Alpenland im Alter von 70 Jahren. Im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhl stand der gebürtige US-Amerikaner seit 1985. Nach seiner Ernennung 2004 zum Titularerzbischof wirkte er zunächst als Nuntius für mehrere karibische Inselstaaten, bevor er 2011 Botschafter des Heiligen Stuhls in der Ukraine wurde. Bereits 2015 kam Gullickson dann in die Schweiz, nachdem ihn Papst Franziskus im September zum Apostolischen Nuntius in der Schweiz und in Liechtenstein mit Sitz in Bern ernannt hatte.

Rückkehr in die USA

Erzbischof Thomas Edward Gullickson scheidet mit seinem Rücktritt vollends aus dem diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhles aus und kehrt in seine Heimat Sioux Falls im US-Bundesstaat South Dakota zurück. Damit legt er seinen Dienst vor der üblichen Altersgrenze von 75 Jahren nieder. Die Entscheideung sei auf eigenen Wunsch und im Einverständnis mit dem Papst gefallen, gab er über die Medien bekannt.

Der US-amerikanische Kirchenmann hat während seiner Amtszeit als Nuntius in der Schweiz die Vorgänge der Ortskirche freimütig kommentiert, unter anderem auf einem eigenen Blog im Internet und in sozialen Medien. Nuntien fallen üblicherweise eine Schlüsselfunktion im Prozess der Ernennung neuer Bischöfe zu. In der Schweiz steht derzeit etwa eine Entscheidung für das seit 2019 vakante Bistum Chur aus, das nach der Emeritierung von Bischof Vitus Huonder durch Bischof Pierre Bürcher als Apostolischem Administrator geleitet wird.

Bischöfe danken dem scheidenden Nuntius

Die Schweizer Bischöfe hatten Erzbischof Thomas Edward Gullickson Anfang Dezember bei ihrer online durchgeführten Videokonferenz verabschiedet und ihm für seinen Dienst gedankt.

(vatican news – pr)



 

31 Dezember 2020, 12:20