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Gruß aus dem Fenster: Papst Franziskus beim Angelus-Gebet Gruß aus dem Fenster: Papst Franziskus beim Angelus-Gebet  (ANSA)

Corona-Maßnahmen: Papst betet für Wiederaufnahme der Arbeit

Mit Blick auf Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hofft der Papst auf eine baldige Rückkehr vieler Menschen in ihre Arbeit. Zugleich ermunterte er die Gläubigen dazu, den noch bis Mitternacht möglichen „Portiunkula-Ablass“ in Anspruch zu nehmen.

Aufgrund der Pandemie ist die Arbeitswelt weltweit derzeit vielfach behindert und eingeschränkt; in einigen Sektoren liegt sie völlig brach, was wirtschaftliche und soziale Probleme nach sich zieht. Diese Lage sei einerseits Gelegenheit für mehr Spiritualität, hob Franziskus beim Angelus-Gebet am Sonntag zunächst positive Aspekte hervor:

„Ich hoffe, dass in dieser Zeit viele Menschen ein paar Tage der Ruhe und des Kontaktes mit der Natur leben können, in denen auch die spirituelle Dimension wieder aufgeladen werden kann.“

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Zurück zur Arbeit

Zudem sei es notwendig, bald wieder zu einem normalen Arbeitsleben zurückzufinden, betonte der Papst weiter – denn ohne Arbeit komme eine Gesellschaft nicht weiter:

„Gleichzeitig hoffe ich, dass durch das gemeinsame Engagement aller politischen und wirtschaftlichen Führungskräfte die Arbeit wieder aufgenommen wird: ohne Arbeit können Familien und Gesellschaft nicht weiterkommen. Lassen Sie uns dafür beten! Armut kann ein großes Problem nach der Pandemie sein.“

Mit Blick auf ein besonderes geistliches Angebot im Wallfahrtsort Assisi ermunterte der Papst Gläubige an diesem Sonntag zudem, den so genannten „Portiunkula-Ablass“ in Anspruch zu nehmen. Dank dieses „geistlichen Geschenkes“ des heiligen Franz von Assisi ist an diesem 2. August noch bis 24.00 Uhr ein vollständiger Sündenablass möglich, der – über Assisi hinaus – in allen Pfarrkirchen und franziskanischen Kirchen weltweit empfangen werden kann. Dazu der Papst:

„Es handelt sich um einen vollkommenen Ablass, der empfangen werden kann, indem man die Sakramente der Beichte und der Eucharistie empfängt und eine Pfarrkirche oder eine Franziskanerkirche besucht, das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser dort betet und den Papst und seine Anliegen mit einschließt. Der Ablass kann auch einer verstorbenen Person gewährt werden. - Wie wichtig ist es, Gottes Vergebung in den Mittelpunkt zu stellen, die ,das Paradies herstellt‘, in uns selbst und um uns herum! Gott ist barmherzig.“

Vollständiger Sündenablass

Das traditionelle „Vergebungsfest“ wurde in Assisi selbst am Samstag mit einer heiligen Messe in der Portiunkula-Kirche eröffnet. Es endet am Sonntag um Mitternacht; die traditionelle Gebetswache mit Jugendlichen fand in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur online statt.

Zurück geht das Vergebungsfest auf den heiligen Franz von Assisi, der beim Papst Honorius III. den Ablass erwirkte. Er sei damit im Sommer 1216 im Gebet in der Portiunkula-Kapelle von Jesus beauftragt worden, ist von dem Ordensgründer überliefert.

(vatican news – pr)
 

02 August 2020, 11:28