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Papst Franziskus in Puerto Maldonado (Peru) im Januar letzten Jahres Papst Franziskus in Puerto Maldonado (Peru) im Januar letzten Jahres  (Vatican Media)

Neues Papst-Schreiben: Die Kernsätze

Hier finden Sie die wichtigsten, schönsten oder prägnantesten Sätze aus dem neuen Schreiben von Papst Franziskus „Querida Amazonia“.

Der erste Satz: Das geliebte Amazonien steht vor der Welt mit all seiner Pracht, seiner Tragik und seinem Geheimnis. (1)

Raubbau: Den nationalen oder internationalen Unternehmen, die Amazonien Schaden zufügen und das Recht der ursprünglichen Völker auf ihr Gebiet und seine Grenzen, auf Selbstbestimmung und vorherige Zustimmung nicht achten, muss man den Namen geben, der ihnen gebührt: Ungerechtigkeit und Verbrechen. (14)

Amazonien helfen: Es geht darum, Amazonien zu fördern; dies bedeutet jedoch nicht, es kulturell zu kolonisieren, sondern ihm dabei zu helfen, das Beste aus sich zu machen. Darin liegt der Sinn der besten Bildungsarbeit: erziehen ohne zu entwurzeln; wachsen lassen, ohne die Identität zu schwächen; fördern ohne zu vereinnahmen. (28)

Indigene I: Man muss vermeiden, sie als „unzivilisierte Wilde“ zu betrachten. Sie sind einfach Träger von anderen Kulturen und anderen Formen der Zivilisation, die in frühen Zeiten zu bemerkenswerten Entwicklungsstufen gelangt sind. (29)

„Amazonien betrachten und nicht nur analysieren“

Umwelt: Das Gleichgewicht des Planeten hängt auch von der Gesundheit Amazoniens ab… Die Interessen weniger mächtiger Unternehmen dürften nicht über das Wohl Amazoniens und der gesamten Menschheit gestellt werden. (48)

Indigene II: Wenn wir von den ursprünglichen Völkern lernen, können wir Amazonien betrachten und nicht nur analysieren, um das wertvolle Geheimnis zu erkennen, das uns übersteigt. Wir können es lieben und nicht nur benutzen... (55)

Hier unser Video:

Neuer Lebensstil: Es wird keine gesunde und nachhaltige Ökologie geben, die fähig ist, etwas zu verändern, wenn die Personen sich nicht ändern, wenn man sie nicht dazu anspornt, einen anderen Lebensstil anzunehmen, der weniger unersättlich ist… (58)

Inkulturation: Um eine erneuerte Inkulturation des Evangeliums in Amazonien zu erreichen, muss die Kirche auf die dort überlieferte Weisheit hören… (79)

Pachamama: Es ist möglich, sich in irgendeiner Weise auf ein indigenes Symbol zu beziehen, ohne dass man es notwendigerweise als Götzendienst betrachten müsste. Ein Mythos von spirituellem Sinngehalt kann aufgegriffen und muss nicht immer als heidnischer Irrtum angesehen werden. (79)

„Laien können verkünden, unterrichten, ihre Gemeinschaften organisieren, einige Sakramente feiern“

Mehr Messen im Regenwald: Es ist notwendig, dass der kirchliche Dienst so gestaltet wird, dass er einer größeren Häufigkeit der Eucharistiefeier dient, auch bei den Gemeinschaften, die ganz entlegen und verborgen sind. (86)

Priester und Laien: Die Laien können das Wort verkünden, unterrichten, ihre Gemeinschaften organisieren, einige Sakramente feiern, verschiedene Ausdrucksformen für die Volksfrömmigkeit entwickeln und die vielfältigen Gaben, die der Geist über sie ausgießt, entfalten. Aber sie brauchen die Feier der Eucharistie (durch einen Priester)... (89)

Neue Ämter für Laien: Eine Kirche mit amazonischen Gesichtszügen erfordert die stabile Präsenz reifer und mit entsprechenden Vollmachten ausgestatteter Laien-Gemeindeleiter… Die Herausforderungen Amazoniens verlangen von der Kirche eine besondere Anstrengung, um eine Präsenz in der Fläche zu erreichen, was nur zu verwirklichen ist, wenn die Laien eine wirksame zentrale Rolle innehaben. (94)

Frauen: In einer synodalen Kirche sollten die Frauen, die in der Tat eine zentrale Rolle in den Amazonasgemeinden spielen, Zugang zu Aufgaben und auch kirchlichen Diensten haben, die nicht die heiligen Weihen erfordern, und es ihnen ermöglichen, ihren eigenen Platz besser zum Ausdruck zu bringen. Es sei daran erinnert, dass ein solcher Dienst Dauerhaftigkeit, öffentliche Anerkennung und eine Beauftragung durch den Bischof voraussetzt. (103)

(vatican news – sk)
 

12 Februar 2020, 12:00