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Begrüßung des Papstes am Flughafen von Bangkok Begrüßung des Papstes am Flughafen von Bangkok  (Vatican Media)

Papst Franziskus ist in Thailand eingetroffen

Nach etwas mehr als elf Stunden Flugzeit ist Papst Franziskus in Bangkok eingetroffen. Nach der offiziellen Begrüßung durch Vertreter aus Politik und Religion am Flughafen begab sich der Papst zum Mittagessen in die Nuntiatur, um nach dem langen Flug gen Osten etwas auszuruhen. Die ersten offiziellen Termine sind am Donnerstag eine Begegnung mit Vertretern der Regierung und Zivilgesellschaft und ein Besuch beim Obersten Patriarchen der Buddhisten.

Anne Preckel - Vatikanstadt

In Bangkok war es Mittag, als Franziskus seinen Fuß auf thailändischen Boden setzte, in unseren Breiten früh morgens (6.02 Uhr). Ein Mitglied des Kronrates, weitere Regierungsvertreter und die thailändischen Bischöfe empfingen den Papst am Flughafen von Bangkok. Elf Kinder in typischen traditionellen Gewändern, die als Vertreter der insgesamt elf Diözesen des Landes gekommen waren, begrüßten Franziskus ebenso wie seine Großkusine, die Ordensschwester Ana Rosa Sivori, die in Thailand wirkt und die bei der Papstreise übersetzen wird. Sie umarmte er zuerst.

Am Ausgang des Flughafens konnte ein Grüppchen Gläubige bereits einen ersten Blick auf den Papst erhaschen, der in Richtung Nuntiatur aufbrach, um dort privat zu Mittag zu essen und dann auszuruhen. Die ganze Nacht hatte er an Bord des Alitalia-Fliegers verbracht, der am Vorabend vom römischen Flughafen Fiumicino gestartet war. Insgesamt 9.352 Kilometer Flugstrecke waren zurückzulegen. 

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Insgesamt acht Reden

Am ersten Reisetag lässt der Papst es also noch etwas ruhiger angehen. Am Donnerstag folgt dann ein dichtes Programm. Ab 9.15 Uhr thailändischer Zeit (bei uns 3.15 Uhr MEZ) trifft er den thailändischen Premierminister Prayuth Chan-o-cha und hält vor Vertretern aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft seine erste von insgesamt acht Reden in Thailand. Anschließend trifft der Papst das buddhistische Oberhaupt in Thailand, Patriarch Ariyavongsagatanana IX., sowie König Maha Vajiralongkorn. Abends will Franziskus das katholische St. Louis-Krankenhaus und dessen Patienten besuchen. 

Am Donnerstagabend (bei uns 12.00 Uhr MEZ) will der Papst seine erste große Messe im Nationalstadion von Bangkok feiern, in dem 65.000 Personen Platz finden. Die thailändischen Katholiken fiebern dem Papstbesuch seit Monaten entgegen. Diese Kirche ist mit nur etwa 388.000 Mitgliedern eine kleine Minderheit im buddhistischen Thailand. Und doch ist sie aktiv und engagiert, im Dialog mit anderen Religionen und im Schul- und Gesundheitswesen, von dem alle Bürger des asiatischen Landes profitieren. 

Erinnerung an die katholische Mission 

Anlass des Papstbesuches in Thailand ist der 350. Jahrestag der ersten katholischen Mission im damaligen Königreich Siam, dem heutigen Thailand. Das Christentum kam mit den portugiesischen Missionaren im 16. und 17. Jahrhundert in das Land. Es waren Jesuiten, die damals erste Ordensgemeinschaften, Schulen, Internate und Kirchen eröffneten. Heute gibt es in dem südostasiatischen Königreich elf Diözesen mit mehr als 400 Pfarrgemeinden.

Vertreter der katholischen und anderer christlicher Kirchen trifft Papst Franziskus am Freitag. Am frühen Abend (11.00 Uhr unserer Zeit) feiert er eine Heilige Messe mit Jugendlichen in der katholischen Kathedrale von Bangkok.

Weiterreise nach Japan am Samstag

Thailands Hauptstadt Bangkok ist die erste Station der einwöchigen Asien-Reise des Papstes. Sein Anliegen ist es, die kleine christliche Gemeinschaft Thailands zu bestärken und in dem asiatischen Land Impulse zu Dialog und Verständigung zu geben. Die Förderung des Friedens steht besonders im Zentrum der zweiten Etappe dieser Auslandsreise, Japan, wo Franziskus am Samstag eintreffen wird. Dort will er sich gegen Atomwaffen aussprechen und für Abrüstung werben. Der Argentinier folgt auf seiner Asienreise den Spuren Papst Johannes Paul II., der Thailand 1984 und Japan 1981 besuchte. 

 

(vatican news - pr)

 

 

 

20 November 2019, 06:30