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Papst Franziskus beim Angelus: Für eine „Revolution der Liebe“

Wer das Gebot Jesu, die Feinde zu lieben, in die Tat umsetzt, der bereitet einer „Revolution der Liebe“ den Weg. Das sagte Papst Franziskus bei seinem Angelusgebet an diesem Sonntag.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

Jesu Worte, man solle seine Feinde lieben (vgl. Lk 6,27), seien „keine Option, sondern ein Befehl“, so Franziskus. „Jesus weiß sehr wohl, dass die Liebe zu unseren Feinden über unsere Möglichkeiten hinausgeht, aber aus diesem Grund ist er Mensch geworden: nicht, um uns so zu lassen, wie wir sind, sondern um uns in Männer und Frauen zu verwandeln, die zu einer größeren Liebe fähig sind.“

„Die Logik der Liebe gipfelt im Kreuz“

Die „Logik der Liebe, die im Kreuz Christi gipfelt“, sei „das Markenzeichen des Christen“, so der Papst. Möglich werde sie durch angewandte Barmherzigkeit. „So werden wir fähig für Dinge, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie sagen oder tun könnten…“

Es gebe „nichts Größeres und Fruchtbareres als die Liebe“, betonte Franziskus vom Fenster des Apostolischen Palastes aus. „Sie verleiht dem Menschen all seine Würde, während Hass und Rache sie schmälern und die Schönheit des Geschöpfes nach dem Ebenbild Gottes entstellen.“

Kultur der Barmherzigkeit

Die christliche Feindesliebe habe „eine neue Kultur in der Welt hervorgebracht“, nämlich „die Kultur der Barmherzigkeit“. „Es ist die Revolution der Liebe, deren Protagonisten die Märtyrer aller Zeiten sind.“ Christen sollten „vor der Welt verkünden, dass es möglich ist, das Böse mit dem Guten zu überwinden“.

(vatican news)
 

24 Februar 2019, 13:55