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Papst Franziskus: Drei Könige zeigen Licht, Reisen und Gaben

An diesem Sonntag feiert die katholische Kirche das Fest der Erscheinung des Herrn. Suchende Menschen finden den Weg zu Jesus und diese Menschen waren die drei Könige. Auch Papst Franziskus hat immer wieder auf deren Bedeutung in Predigten hingewiesen. Ein Überblick.

Mario Galgano und Benedetta Capelli - Vatikanstadt

Wir übertragen, wie jedes Jahr, die Feier mit dem Papst zum Fest der Erscheinung des Herrn live und mit deutschem Kommentar auf unserer Internetseite, sowie auf unserem Youtube-Kanal und bei unseren Partnersendern ab 9.55 Uhr.

Zum Nachhören

Eine Franziskus-Predigt besteht bekanntlich oft aus drei Kernelementen oder Stichwörtern. Wenn es um die Heiligen Drei Könige geht, dann lauten diese: Das Licht des Sterns, die Reise der drei Könige, die Überreichung von Gaben an Jesus, der uns sein Leben gibt. Das sind nämlich die Themen, zu denen Papst Franziskus in seinen Predigten bei den Messen hervorhob, die er jeweils am Hochfest der Erscheinung des Herrn seit Beginn seines Pontifikats gefeiert hat.

Licht im Herzen der Könige

„Der Stern, der am Himmel erschien, leuchtet im Herzen der Könige“, sagte Franziskus in der Predigt seiner ersten Messe bei einem Hochfest der Erscheinung des Herrn. Das war 2014. Dieses Licht führe sie „auf der Suche nach dem großen Licht Christi“. Der Papst sprach damals von einer „heilige List“, die der Heiligen Drei Könige eigen sei und uns auf dem Weg des Glaubens führe, damit man „nicht in die Fallstricke der Finsternis“ fällt. Auch lehre uns das Licht, „wie wir uns vor der Finsternis verteidigen können, die unser Leben zu umhüllen sucht“.

Das Licht des Sterns erhelle heute noch die Menschen, die zu Gott kommen, so Papst Franziskus in der Predigt der Messe vom 6. Januar 2015. Er erinnerte daran, dass es die Gnade des Heiligen Geistes sei, der die Heiligen Drei Könige mit dem wahren Gott begegnen lässt. Auch sei es der Heilige Geist gewesen, der sie von der Täuschung Herodes fern hielt. Der Papst hob hervor, wie die Heiligen Drei Könige „die Kleinheit des geliebten Kindes“ annahmen und ihm wertvolle Geschenke darbrachten. „Die Liebe zu Gott ist groß, sie ist mächtig und demütig, so demütig“, so der Papst.

Jeder ist im Haus Gottes willkommen

„Die Heiligen Drei Könige repräsentieren Menschen aus allen Teilen der Erde“, wies der Papst in seiner Predigt zur Messe 2016 hin. Sie seien im Haus Gottes willkommen. Vor Jesus gäbe es keine Trennung von Rasse, Sprache und Kultur mehr: „In diesem Kind findet die ganze Menschheit ihre Einheit“. Deshalb bestehe die Aufgabe der Kirche darin, bei den Menschen den Wunsch nach Gott zu wecken, damit sie zum Aufbruch ermutigen werden, „ihre täglichen Interessen zu vergessen und der Stimme des Heiligen Geistes zu folgen“.

In dem Gottesdienst am 6. Januar 2017 erklärte Franziskus, dass die Sehnsucht nach Gott jene Haltung sei, „die den langweiligen Konformismus durchbricht“ und den Menschen „aus den vorgegeben Zäunen herauszerrte“. Die Heiligen Drei Könige seien das Porträt des Gläubigen, „sie spiegeln das Bild aller Menschen wider, die ihre Herzen nicht in ihrem Leben betäuben lassen“; sie seien diejenigen, die entdecken, dass „der Blick dieses unbekannten – aber begehrten – Königs nicht demütigt, versklavt, nicht gefangen nimmt“.

Gottes Stern ist nicht schillernd sondern gegenwärtig

Man solle die Augen offen halten und verstehen, dass „Erfolg, Geld, Karriere, Ehrungen, Freuden“ starke Emotionen wecken, aber nur „Meteore“ seien: Sie leuchten eine Weile, sie stürzen ab und erlöschen sich jedoch bald. Der Papst betonte dies in seiner Predigt in der letztjährigen Messe und wies darauf hin, dass „der Stern des Herrn nicht immer schillernd, sondern immer gegenwärtig ist“; „er nimmt dich an der Hand im Leben“, „er garantiert den Frieden und schenkt, wie die Heiligen Drei Könige, eine große Freude“.

(vatican news)

05 Januar 2019, 12:20