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Papst spricht mit Bono Vox über „Scholas Occurrentes“ und Missbrauch

Über seine Unterstützung für die vom Papst ins Leben gerufene Stiftung Scholas Occurrentes, aber auch über die weltweiten Reaktionen auf den aktuellen Missbrauchsskandal hat der Sänger der weltbekannten Band U2, Bono Vox, an diesem Mittwochnachmittag mit Franziskus gesprochen. Das erklärte der Musiker im Anschluss an das als privat deklarierte Treffen in der Casa Santa Marta vor Journalisten im Pressesaal.
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Am Abend trat Bono Vox (bürgerlich Paul David Hewson) im vatikanischen Pressesaal vor die wartenden Journalisten. Er hätte mit dem Papst über „wichtige Themen“ gesprochen, so der Popmusiker nach dem mehr als eine halbe Stunde dauernden Treffen: Auch die durch weltweite Missbrauch- und Vertuschungsskandale ausgelöste aktuelle Kirchenkrise und die „Gefühle des Papstes“ dazu seien erörtert worden, so der Musiker zu den Journalisten.

Er habe Franziskus erklärt, dass es für einige Menschen in seinem Heimatland Irland so aussehe, als würden „die Täter mehr geschützt als die Opfer“, erläuterte Bono. Er habe bei dem Gespräch über das Thema den „Schmerz“ im Gesicht des Papstes sehen können. „Ich fühlte, dass er aufrichtig war, und ich denke, er ist ein außergewöhnlicher Mann für außergewöhnliche Zeiten“, so Bono wörtlich.

“ Eine erzieherische Revolution ”

Der Anlass für das Treffen war jedoch, seine Unterstützung für das Projekt Scholas Occurrentes auszudrücken, mit dem die Bildung von Jungen und Mädchen weltweit, ohne Ansehen ihrer Herkunft oder Religion, gefördert werden soll. Das bekräftigte der Musiker im Beisein des weltweiten Leiters von Scholas, José María del Corral. Es handele sich bei den Aktivitäten der Stiftung um „innovative Projekte“, die die große Mission verfolgten, eine „erzieherische Revolution“ auszulösen, die den jungen Menschen dabei helfen solle, „den Sinn des Lebens zu entdecken“, würdigte der irische Frontmann die Initiative.

Die Begegnung mit dem Papst habe ihn wie ein „Blitzschlag” getroffen, so Bono weiter, der hervorhob, dass der Dialog mit Franziskus flüssig und natürlich abgelaufen sei. Naturgemäß war die Bildung der Jugend ein Hauptthema der Unterredung; insbesondere habe er mit dem Papst auch über die Ausbildung junger Mädchen gesprochen, die in vielen Ländern der Welt unter Ausgrenzung und mangelnden Chancen litten. Doch auch der Welthandel sowie die Möglichkeiten, die dieser für Entwicklungsziele biete und der Umweltschutz seien bei der Unterredung Thema gewesen.

(vatican news - cs)

19 September 2018, 17:53