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Vatican News
Indonesien: Mülldeponie am Meer Indonesien: Mülldeponie am Meer  (AFP or licensors)

Papst dankt Aktivisten, die das Meer säubern

Papst Franziskus hat dankend an Umweltschützer erinnert, die das Meer von Abfällen säubern. Beim Angelusgebet an diesem Sonntag, den die katholische Kirche als Sonntag des Meeres begeht, kam er auf sie zu sprechen.

Beim Angelus gedachte Franziskus jener Menschen, „die sich dafür einsetzen, die Meere von der Verschmutzung zu befreien". Auch in einer schriftlichen Botschaft zum Sonntag des Meeres, die der Pressesaal am Sonntag veröffentlichte, heißt es, der Heilige Stuhl unterstütze die Anstrengungen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO, die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll zu vermeiden und zu vermindern.

Beim Angelus lenkte der Papst den Blick auch auf Männer und Frauen, die beim Einsatz auf Schiffen „unwürdige Arbeitssituationen“ vorfinden. Den Seeleuten und Fischern sowie ihren Seelsorgern sicherte der Papst sein Gebet zu. 

 

Vatikan bittet um Gebet und Dankbarkeit für Seeleute

 

Die weltweit rund 1,2 Millionen Seeleute verbringen jeweils mehrere Monate im Jahr auf den Ozeanen, heißt es in der Botschaft zum Sonntag des Meeres. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zur Weltwirtschaft, indem sie „von einem Ende der Welt zum anderen 90 Prozent aller Güter transportieren, die wir im Alltagsleben gebrauchen“. Daher sei es geboten, neben dem Gebet für die Seeleute ihrer auch in Dankbarkeit zu gedenken „für ihre Arbeit, die schwer und opferreich ist“.

Der Vatikan kritisiert auch die zunehmende Gepflogenheit großer Schiffe und Häfen, Seeleute nach dem Anlegen nicht mehr an Land gehen zu lassen. Außerdem sei der Zugang von Kaplänen und Helfern auf anlegende Schiffe zu gewährleisten.

Im Fall von aufgegebenen Schiffen und Seeleuten, die ohne Sold in fremden Häfen zurückgelassen werden, fordert der Heilige Stuhl ein verpflichtendes System wirtschaftlicher Absicherung. Die Botschaft aus dem Vatikan bezifferte die Zahl zurückgelassener Seeleute in fünf Jahren auf gut 1.300.

 (Vatican News – gs)

08 Juli 2018, 12:45