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Der Papst am Samstag in Dhaka Der Papst am Samstag in Dhaka  (AFP or licensors)

Bangladesch: Muslime sind zufrieden

Die Muslime in Bangladesch sind zufrieden mit der Reise von Papst Franziskus. „Ich glaube, seine Großzügigkeit gegenüber den anderen Religionen wird auch seine Anhänger in Bangladesch inspirieren, ein Gleiches zu tun“, sagte der Präsident des islamischen Akademikerverbands (Jamiatul Ulama), Fariduddin Masoud, der Nachrichtenagentur efe.

Die konservative „Islamische Bewegung von Bangladesch“ hätte sich allerdings klarere Worte des Papstes zur Verteidigung der muslimischen Rohingya-Flüchtlinge gewünscht. „Wir hätten da mehr erwartet, vor allem weil er ja so einen starken Einfluss auf die USA hat“, sagte der Sprecher der Bewegung, Atikur Rahman. Franziskus hätte aus seiner Sicht dafür sorgen sollen, dass die USA zugunsten der Rohingya eingreift.

Auch der Sprecher der (von efe als extremistisch beschriebenen) Partei Hefazat-e-Islam, Azihul Islam, monierte, der Papst habe sich in Sachen Rohingya „nicht sehr kräftig“ zu Wort gemeldet. „In Myanmar hat er noch nicht einmal das Wort Rohingya ausgesprochen, und in Bangladesch hat er es binnen drei Tagen nur ein einziges Mal getan“, so der Sprecher. Es sei auch ein Fehler gewesen, dass der Papst sich mit buddhistischen Mönchen abgegeben habe, die gegen eine Aufnahme von Rohingya in Bangladesch seien.

(efe sk)

03 Dezember 2017, 12:12