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Frühmesse: Ärzte, Krankenpfleger und Priester helfen heldenhaft

Papst Franziskus hat bei der Frühmesse in der Casa Santa Marta an diesem Dienstag den Helfern gedankt, die den Corona-Kranken beistehen. In seiner Predigt ging der Papst auf die Bedeutung der Heilung ein.

Mario Galgano – Vatikanstadt

In vielen Krankenhäusern Norditaliens, wo die Corona-Pandemie besonders stark wütet, herrscht in diesen Tagen ein Mangel an Ärzten, Priestern und Krankenschwestern. Etliche Helfer, Seelsorger und Mediziner haben sich beim Dienst an den Kranken selbst angesteckt, einige sind sogar gestorben. Ihnen widmete der Papst zu Beginn der Messfeier folgende Gebetsintention:

„Beten wir für ihre Familien. Ich danke Gott für das heldenhafte Beispiel, das sie uns bei der Heilung der Kranken geben.“

Papst Franziskus bei der Frühmesse
Papst Franziskus bei der Frühmesse

In seiner Predigt zu den Tageslesungen ging Franziskus vor allem auf das Evangelium nach Johannes (Joh 5, 1-16) ein. Die Tagesliturgie von diesem Dienstag lasse uns „über das Wasser nachdenken, das Wasser als Symbol des Heils“, gab Franziskus zu bedenken. Bereits in der Ersten Lesung aus dem Buch Ezechiel (Ez 47, 1-9.12) werde auf das Wasser als Heilmittel verwiesen, das in der Lage sei, das salzige Wasser des Meeres „gesund zu machen“. Im Johannes-Evangelium gehe es weiter mit der heilenden Kraft des Wasser für Lahme und Kranke. Und veranschaulicht werde dies am Beispiel eines Mannes, der schon seit vielen Jahren krank war, führte Franziskus aus:

„Jesus fragte den Kranken, ob er geheilt werden wolle, und die Antwort ist interessant: er sagt nicht ja - er beschwert sich! Er beklagt sich, dass ihm die anderen immer zuvorkommen, doch in Wahrheit ist er krank in seinem Herzen, in seiner Seele. Sein Pessimismus, seine Trauer und seine Trägheit haben ihn krank gemacht: er beklagt sich über die anderen, tut aber selber nichts, um geheilt zu werden.“

Zum Nachhören

Der Zustand der Verbitterung

Das – so Franziskus weiter – lasse ihn an viele von uns denken, viele Christen, die in diesem Zustand der Verbitterung lebten und nichts anderes tun würden, als sich über alles und jeden zu beklagen.

„Die Verbitterung ist ein Gift, ein Nebel, der die Seele umhüllt und sie abstumpfen lässt. Und sie ist auch eine Droge, denn wenn man sie einmal gekostet hat, dann kommt man auf den Geschmack, will immer mehr davon. Und dann endet man als "verbitterter Süchtiger": einer, den die Verbitterung süchtig gemacht  hat. Denken wir daran, wenn wir Gefahr laufen sollten, dieser Verbitterung, dieser "unscheinbaren Sünde", zu erliegen: Es ist eine Sünde, mit der der Teufel unser geistliches Leben und auch unser menschliches Leben zerstören kann. Möge der Herr uns helfen, zu verstehen, wie hässlich, wie böse diese Sünde ist.“

Auch dieser Gottesdienst in der Päpstlichen Residenz im Vatikan klang mit der Einladung zur geistlichen Kommunion und dem eucharistischen Segen aus.

(vatican news)

 

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24 März 2020, 08:03
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