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Kardinal Reinhard Marx (Archivbild 2022) Kardinal Reinhard Marx (Archivbild 2022) 

D: Kardinal Marx dankt EU Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Kardinal Reinhard Marx hat den Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August als „Zeichen in Europa gegen wiedererstarkende Formen von Rassismus und politischem Radikalismus in unserer Zeit“ gewürdigt. Zugleich räumte er ein moralisches Versagen der Kirchenleitung der Erzdiözese München und Freising gegenüber hilfesuchenden Sinti und Roma während der NS-Diktatur ein. Marx äußerte dies laut der Pressestelle seines Erzbistums in einem Brief anlässlich des Gedenktags.

Der Erzbischof von München und Freising lobt in dem Schreiben an Romani Rose, Präsident des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma in Deutschland, den bis heute gültigen Vorbildcharakter des „couragierten Widerstandhandelns“ der Sinti und Roma gegen die „Mordpläne der SS“. Mit Blick auf das moralische Versagen der Kirchenleitung der Erzdiözese München und Freising gegenüber den hilfesuchenden Sinti und Roma während der NS-Diktatur schreibt Kardinal Marx, dies „ist und bleibt ein Auftrag, sich jeglichen Formen von Antiziganismus, Diskriminierung und Menschenhass entschieden entgegenzustellen.“

„Auftrag, sich jeglichen Formen von Antiziganismus, Diskriminierung und Menschenhass entschieden entgegenzustellen“

Der Gedenktag erinnere nicht nur an das schreckliche Unrecht und Leid, das die Deutschen am 2. August 1944 über die Gruppe der Sinti und Roma brachten, so der Münchner Erzbischof weiter, sondern zugleich auch an den tatkräftigen Widerstand, den am 16. Mai 1944 viele aus dieser Gruppe leisteten. „Mit ihrem mutigen Einsatz gegen die Unterdrücker hatten sie nicht nur ihr bloßes Leben, sondern auch ihre unveräußerliche Würde als Menschen und Geschöpfe Gottes verteidigt.“

Hintergrund

Der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma erinnert jährlich am 2. August an die Opfer des Völkermordes an den europäischen Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Am 2 August 1944 hatte die SS die verbliebenen rund 4.300 Sinti und Roma in Auschwitz ermordet. Die SS hatte bereits am 16. Mai 1944 versucht, Tausende Angehörige der Minderheit in den Gaskammern zu ermorden. Diese Vernichtungsaktion wurde wegen des erbitterten Widerstands der Sinti und Roma abgebrochen. Die Gesamtzahl der Opfer des Genozids an Sinti und Roma wird auf 220.000 bis 500.000 geschätzt. 

(pm - sst)

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02. August 2024, 12:07
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