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Stephansdom mit Polizeischutz Stephansdom mit Polizeischutz 

Österreich: Wiener Dompfarrer dankbar für Schutzmaßnahmen

Der Wiener Dompfarrer Toni Faber hat sich dankbar über die weiter aufrechten Schutzmaßnahmen für den Stephansdom infolge der erhöhten Terrorwarnstufe geäußert. Die verfügten Sicherheitsmaßnahmen bleiben über Silvester aufrecht, informierte die Polizei. In Wien waren drei Terrorverdächtigen verhaftet worden, die Anschläge auf den Stephansdom und den Kölner Dom erwogen haben sollen.

Die um den Dom stationierten Sicherheitskräfte habe er schon in den Weihnachtsfeiertagen als „sehr segensreich" sowie auch wertschätzend und umsichtig erlebt, und die nun bestätigte Ausweitung ihres Einsatzes bis Silvester begrüße er, sagte der Priester am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Kathpress.

Schon bei den Weihnachtsfeiern habe die Präsenz der Beamten des Staatsschutzes bewirkt, „dass alle, die gekommen sind, sich wohlbehütet und geschützt fühlten", sagte Faber. Die Zahl der Gläubigen, die im Stephansdom zu den Feiern kamen, sei allerdings wohl aufgrund der Gefahrenlage niedrig gewesen. Zum Jahreswechsel selbst schließt der Stephansdom früher als gewohnt, Faber nannte als Grund dafür die Gefahrenlage wegen der Böller und Pyrotechnik an diesem Tag.

Latent erhöhte Gefährdungslage

Wie Innenministerium und Staatsschutz am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt gaben, bestehe weiterhin eine „latent erhöhte Gefährdungslage"; es lägen aber „derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung von Silvester-Veranstaltungen" vor, betonte der stellvertretende Leiter der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Michael Lohnegger.

Die verfügten Sicherheitsmaßnahmen sollen über Silvester insbesondere im Streifen- und Überwachungsdienst aufrecht bleiben, hieß es. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) versprach, die Exekutive werde zu Silvester „alles Menschenmögliche tun, damit die Menschen in diesem Land gut ins neue Jahr rutschen und fröhlich das neue Jahr begrüßen können". Spezial- und Einsatzeinheiten der Exekutive würden über den Jahreswechsel hinaus Präsenz zeigen, sowie technische Hilfsmittel wie Drohnen als zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt.

Hintergrund der Maßnahmen ist die Verhaftung von drei Terrorverdächtigen in Wien, die mutmaßlich Mitglieder eines Netzwerkes sind, das Anschläge auf den Kölner Dom und den Stephansdom erwogen haben soll. Dabei handelt es sich laut der Tageszeitung „Heute" um einen 28-jährigen gebürtigen Tadschiken, seine um ein Jahr jüngere Ehefrau und einen 47-jährigen Mann mit tschetschenischen Wurzeln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das in U-Haft befindliche Trio wegen terroristischer Vereinigung in Verbindung mit terroristischer Straftaten.

(kap – gs)

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31. Dezember 2023, 17:18