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Myles Sanderson wurde am Mittwoch am Highway 11 verhaftet Myles Sanderson wurde am Mittwoch am Highway 11 verhaftet 

Kanada: Beide Verdächtige nach Messerstecherei tot

Nach einer Serie von Messerangriffen in Kanada mit zehn Toten und 18 Verletzten ist auch der zweite Verdächtige tot. Er sei an „selbst zugefügten Wunden“ gestorben, teilte ein kanadischer Polizeibeamter mit. Die Leiche des Bruders, des anderen Verdächtigen, war bereits zwei Tage zuvor auf einem Feld in der Nähe des Anschlagsortes gefunden worden.

Die beiden Brüder sollen für die Tötungen im Reservat James Smith Cree First Nation und im Dorf Weldon am vergangenen Sonntag verantwortlich sein. Beide Tatorte liegen in Saskatchewan. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Angehörige der James Smith Cree Nation, auch die beiden Verdächtigen waren Bewohner des indigenen Reservats.

Der 32-jährige Myles Sanderson war am Mittwoch auf einem Highway in der Nähe der Stadt Rosthern in der Provinz Saskatchewan festgenommen worden und hatte unmittelbar danach einen medizinischen Notfall gehabt. Nach Wiederbelebungsversuchen brachten ihn die Rettungskräfte ins Krankenhaus, wo er schließlich für tot erklärt wurde.

Polizeikomissarin: Motiv noch unklar

„Heute Abend atmet unsere Provinz kollektiv auf“, erklärte die stellvertretende Kommissarin Rhonda Blackmore, Kommandantin der Royal Canadian Mounted Police in Saskatchewan, auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend. Allerdings sei es nun, da beide Verdächtige tot seien, schwierig herauszufinden, was die Messerstecherei ausgelöst hat. „Jetzt, wo Myles tot ist, werden wir vielleicht nie erfahren, was die Motivation war“, erklärte Blackmore.

Sie hoffe jedoch, dass die Familien der Opfer Trost darin fänden, dass keiner der beiden Sandersons mehr eine Bedrohung darstelle. „Ich hoffe, dass dies für sie ein Abschluss ist. Ich hoffe, sie können sich beruhigen, weil sie wissen, dass Myles Sanderson keine Bedrohung mehr für sie darstellt.“

(ap - hk)

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08. September 2022, 10:52