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Winterlandschaft in der Schweiz Winterlandschaft in der Schweiz  (ANSA)

Schweiz: Vereinfachter Weltsynoden-Fragebogen mit QR-Code

Die Südwestschweizer Diözese Sitten hat einen vereinfachten Fragebogen vorbereitet, um Gläubigen zu ermöglichen, in der diözesane Phase an der Weltsynode teilzunehmen. Er kann mithilfe eines QR-Codes heruntergeladen werden.

Durch Anklicken des QR-Codes kann der Nutzer die folgenden fünf Fragen direkt online beantworten: „Wenn wir von der Kirche sprechen, wer gehört dazu? Wem muss die Kirche besser zuhören? Wann und wie kann die Kirche besser in Dialog treten und lernen, miteinander zu gehen? Wie kann man besser mit Spannungen, Konflikten und Schwierigkeiten in der Kirche umgehen? Was sollte die Kirche Ihrer Meinung nach für die Menschen tun?“

Pierre-Yves Maillard, Generalvikar der Diözese Sitten, sagte gegenüber cath.ch: „Papst Franziskus möchte eine möglichst breite Konsultation. Aber wir haben mehrere Rückmeldungen von Personen erhalten, die sich angesichts des Dokuments aus Rom mit seinen zehn Kapiteln und den vielen Fragen etwas verloren fühlten. Wir haben im Pastoralrat darüber diskutiert und uns für drei Maßnahmen entschieden: vereinfachen, erweitern, vertiefen. Indem wir die Anzahl der Fragen auf fünf reduzieren, vereinfachen wir den Zugang für die Menschen. Mit dem QR-Code und der Möglichkeit, online zu antworten, erweitern wir das potenzielle Publikum. Schließlich vertiefen wir auf spiritueller Ebene, indem wir das Gebet von Papst Franziskus wiedergeben, in dem er um die Hilfe des Heiligen Geistes für diesen Prozess bittet.“

Maillard bezieht sich damit auf den für die Ortskirchen gedachten offiziellen Leitfaden des Vatikan zur Weltsynode. Dieses „Vademecum“ ist für die Kontaktpersonen bzw. Synoden-Teams in den jeweiligen Diözesen gedacht und ein Hilfsmittel, um Begegnungen in den Ortskirchen durchzuführen. Die dort vorgeschlagenen Fragen und Themenfelder sind als Richtung gedacht und sollen an den jeweiligen Kontext angepasst werden. 

Alle Rückmeldungen werden aufgenommen

Auch wenn es keine absolute Neuheit sei, soll der Ansatz eines online zugänglichen Fragebogens dazu dienen, so viele Antworten wie möglich zu sammeln, bemerkt Pierre-Yves Maillard. „Wir werden alles sammeln, was ankommt, egal ob es sich um drei Zeilen oder zwanzig Seiten handelt. Außerdem ist der Online-Fragebogen keineswegs exklusiv. Diejenigen, die am meisten interessiert sind, können den kompletten Fragebogen des Vatikans übernehmen.“ Der Fragebogen ist auch als pdf-Datei erhältlich, die Sie ausdrucken und an die Bischofskanzlei schicken können.

(cath.ch – mg/pr)

03 Dezember 2021, 14:39