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Erzbischof Franz Lackner von Salzburg (Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz) Erzbischof Franz Lackner von Salzburg (Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz) 

Österreich/Vatikan: Ad-limina-Besuch der Bischöfe wegen Corona verschoben

Vor Hintergrund der schwierigen Corona-Lage in Österreich hatten die Bischöfe Papst Franziskus gebeten, den anstehenden Ad-limina-Besuch der Bischofskonferenz in Rom zu verschieben. Diesem Anliegen wurde nun aus dem Vatikan stattgegeben, teilte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz mit.

Wie der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, am Mittwoch gegenüber Radio Vatikan bestätigte, sei der Heilige Stuhl ist dem Ersuchen der österreichischen Bischöfe um Verschiebung des Ad-limina-Besuchs nachgekommen. Ein neuer Termin dafür solle im nächsten Jahr gefunden werden, so Lackner.

Am Dienstagvormittag hatte die Bischöfe über die Wiener Apostolische Nuntiatur den Vatikan um eine Verschiebebung gebeten. Der Salzburger Erzbischof zeigte sich gegenüber der Agentur Kathpress „sehr dankbar für die rasche Antwort aus Rom und das wohlwollende Verständnis“. Ein neuer Termin für den Ad-limina-Besuch müsse erst fixiert werden. Er werde wohl 2022 stattfinden und „hoffentlich nicht mehr von der Corona-Pandemie überschattet“ sein, so Lackner.

Österreich muss aktuell auf vieles verzichten

Wie der Salzburger Erzbischof weiter ausführte, hätten sich alle Mitglieder der Bischofskonferenz bei einer am Montagabend stattgefundenen Videokonferenz für die Verschiebung ausgesprochen. Schwer gemacht habe die Entscheidung, „dass wir uns schon lange intensiv auf den Ad-limina-Besuch vorbereitet und auf den Austausch mit Papst Franziskus und seinen engsten Mitarbeitern gefreut haben.“

Der jetzige Verzicht darauf sei daher auch „ein Zeichen der Solidarität mit allen, die als Genesene oder Geimpfte derzeit auf vieles verzichten müssen, um gemeinsam einen Weg aus einer lebensbedrohenden Pandemie zu gehen“, so Lackner, der so wie alle österreichischen Bischöfe gegen Corona geimpft ist.

Aufruf zur Mäßigung

Besorgt zeigte sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der nach einem Corona-Fall in seinem Umfeld inzwischen mehrfach negativ getestet wurde, über die Polarisierung in der Gesellschaft, wie sie zuletzt bei den Demonstrationen sichtbar wurde.

„Weil die Pandemie alle betrifft, müssen auch alle für sich und andere Verantwortung übernehmen. Bleiben wir daher einander gewogen, trotz aller Gereiztheit, stehen wir einander helfend bei und handeln wir so, dass wir nach der Pandemie einander noch in die Augen schauen können“, betonte Lackner.

(kap/kath.ch - cs)

24 November 2021, 09:59