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Vatican News
Jung und alt Jung und alt  (©Pixel-Shot - stock.adobe.com)

D: Was sich ältere Menschen von der Jugend wünschen

Der vierte Juli-Sonntag steht künftig im Zeichen der älteren Generation: Dieser neue Welttag soll unter anderem dazu beitragen, das soziale Leben nach den großen Entbehrungen der Corona-Pandemie langsam wieder aufzunehmen.

Der Papst will die Rolle älterer Menschen stärken und hat zu diesem Zweck den neuen Gedenktag eingeführt. „Die Großeltern sind das Bindeglied zwischen den Generationen“, betonte er. Oft würden sie vergessen. Dabei sei ihre Stimme so wertvoll, weil sie die Völker an ihre Wurzeln erinnerten. „Es ist wichtig, dass sich die Großeltern mit den Enkeln treffen“ - und umgekehrt, so der Papst.

Hier hören Sie die Umfrage von Radio Horeb unter älteren Menschen

„Ich würde jedem raten, verschiedene Meinungen zu hören.“

Unsere Kollegen von Radio Horeb haben sich unter älteren Menschen umgeschaut und einige Stimmen gesammelt:

„Meine Lebenserfahrung ist die: ich würde jedem raten, verschiedene Meinungen zu hören und sich mit diesen Meinungen auseinanderzusetzen. Je mehr, desto besser.“

„Also, ich würde sagen, die Ruhe und Gelassenheit, die vielleicht ein älterer Mensch so erworben hat im Laufe seiner vielen Jahre, das finde ich schon ganz gut, denn manches ist jetzt bei der jungen Generation sehr hektisch und da geht es um schnell, schneller am schnellsten und da würde ich sagen, ein bisschen Ruhe und Gelassenheit braucht es. Das könnte gut tun vielleicht auch.“

„Also, was ich an die jüngere Generation weitergeben möchte, wären: Ehrlichkeit, Offenheit und gewisse Eigenständigkeit. Ich finde es ganz wesentlich, flexibel zu werden und zu sein und zu bleiben. Das ist finde ich so Grund, gut weiter kommt im Leben. Ja und ich finde es wichtig, dass junge Menschen ganz zielstrebig ihren Weg verfolgen, ohne sich groß ablenken zu lassen von Modernitäten oder was andere Jugendlicher oder Gleichaltrige empfehlen, sondern zu sagen, so will ich's und so mache ich es auch.“

„Wir haben auch noch die Nachkriegsjahre gehabt. In der Schule hatte ich immer den Wunsch, Bibliothekarin zu werden oder vielleicht auch Medizinstudium oder sowas, aber das hat sich dann nicht verwirklicht. Das war finanziell nicht machbar damals.“

Gemeinsam feiern

Den Diözesen weltweit gibt das vatikanische Familiendikasterium für den Welttag - eine Aktion inmitten des „Amoris-laetitia-Familienjahres“ - Ideen zur würdigen Gestaltung an die Hand. Eine entsprechende Broschüre mit „pastoralen Leitlinien“ kann auf der Website der Kurienbehörde heruntergeladen werden. Ihr Leiter, Kardinal Kevin Farrell, hob die spezielle Bedeutung des Senioren-Welttags hervor. „Wir haben ihn wirklich gebraucht“, sagte er. Alt und Jung sollten nach einem entbehrungsreichen Jahr gemeinsam feiern.

(kap/radio horeb – mg)

24 Juli 2021, 11:30