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Missbrauch - Symbolfoto Missbrauch - Symbolfoto  (©doidam10 - stock.adobe.com)

D: Orden für unabhängige Aufarbeitung von Missbrauch

Die Deutsche Ordensobernkonferenz und der Unabhängige Missbrauchs-Beauftragte, Johannes-Wilhelm Rörig, haben eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Darin vereinbaren sie eine „verbindliche Regelung für eine unabhängige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Ordensgemeinschaften“. Die Erklärung setzt vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Strukturen und Rahmenbedingungen der Ordensgemeinschaften notwendige Standards und versteht sich als Ergänzung und Weiterentwicklung zu bereits etablierten Maßnahmen und laufenden Aufarbeitungsprozessen.

Rörig sprach von einer „guten Basis für eine strukturierte und umfassende Aufarbeitung in den päpstlichen und diözesanen Orden“. Die Vorsitzende der Ordensobernkonferenz, Schwester Katharina Kluitmann, betonte, die Orden seien für eine glaubwürdige Aufarbeitung von Missbrauchsfällen „auf Unterstützung aus Gesellschaft und Politik angewiesen“.

Zweigliedrige Struktur

Geplant ist eine zweigliedrige Struktur mit einem ‚Ausschuss unabhängige Aufarbeitung', der auf der Ebene der Deutschen Ordensobernkonferenz eingerichtet wird, und ‚unabhängigen Aufarbeitungsteams'. Eine Mitgliederbefragung der Ordensobernkonferenz im vergangenen Jahr ergab, dass sich in rund 100 Ordensgemeinschaften Betroffene gemeldet haben, die dort in Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erlitten haben.. Zugleich gebe es aber auch viele Ordensgemeinschaften, denen solche Meldungen nicht vorlägen.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit mehr als 12.500 Ordensfrauen und rund 3.500 Ordensmännern, die in mehr als 1400 klösterlichen Niederlassungen leben.

(pm – sk)
 

17 Mai 2021, 13:44