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Alle Heiligen - in einer historischen Darstellung Alle Heiligen - in einer historischen Darstellung 

Allerheiligen und Allerseelen: Was wir da feiern

Am 1. November gedenken katholische Gläubige auf der ganzen Welt der Heiligen, am 2. November der Verstorbenen und ihrer Seelen. Die Kirche sieht beide Gedenktage im Verbund.

Zu den Heiligen zählen nicht nur die großen, bekannten Namen wie Mutter Theresa, Franz von Assisi oder Hildegard von Bingen, sondern auch diejenigen, die niemals offiziell heilig- oder seliggesprochen wurden und nicht im Kalender der Kirche stehen. Zu Allerheiligen gedenkt man auch jener Menschen, von deren Heiligkeit nur Gott weiß.

An jedem Tag im katholischen Jahreskreis sind nach 2.000 Jahren Kirchengeschichte eine Vielzahl Seliger und Heiliger vermerkt. Am 1. November feiert die Kirche sie alle zusammen mit einem Hochfest. Ein solches Allerheiligenfest war in der Kirche bereits im vierten Jahrhundert bekannt. Die Westkirchen feiern alle ihre Heiligen und Seligen seit einer Festlegung Papst Gregor IV. im Jahr 835 jährlich am 1. November.

Allerseelen - Tag der Verstorbenen

Einen Tag nach Allerheiligen, am 2. November, findet der Allerseelen-Tag statt. Allerseelen gilt zum Gedenken aller Toten und deren Seelen. Dazu werden meist schon am Vortag die Gräber der Verstorbenen besucht und geschmückt. Auch an die Hoffnung auf Auferstehung soll im Rahmen von Allerseelen erinnert werden. An Allerseelen werden außerdem kleine Grablichter angezündet, die als „Ewige Lichter“ Erinnerungen an den Verstorbenen zum Ausdruck bringen sollen.

Dass alle Gläubigen zur Heiligkeit berufen sind, hat Papst Franziskus in einem persönlich gehaltenen Lehrschreiben neu bekräftigt. „Gaudete et Exsultate“, ein Dokument „über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute“, ist 2018 erschienen.

(vatican news – gs)

01 November 2020, 15:48