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DBK-Vorsitzender Bischof Georg Bätzing DBK-Vorsitzender Bischof Georg Bätzing  (Tobias Steiger)

Bätzing zu Berlin-Demo: "Als Gesellschaft zusammenstehen"

„Mit Erschütterung habe ich die ausufernden Proteste in Berlin am vergangenen Wochenende wahrgenommen.“ So hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, auf die Corona-Proteste in Berlin reagiert.

Die Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit stünden außer Frage, so Bischof Bätzing in einer Mitteilung vom Montagnachmittag. „Aber die Szenen vor dem Deutschen Bundestag sind inakzeptabel. Wir sollen uns als Bürgerinnen und Bürger und als Christinnen und Christen friedlich einsetzen, um unsere Demokratie zu schützen. Entgleisungen wie am Wochenende in Berlin dürfen nicht wieder vorkommen. Als Gesellschaft müssen wir – über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg – zusammenstehen“, so der Appell des Bischofskonferenz-Vorsitzenden.

Eskalation am Wochenende

Am Samstag hatten in Berlin bis zu 40.000 Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Unter den Demonstranten befanden sich radikale Impfgegner, Reichsbürger und andere Rechtsextreme. Laut dem Berliner Innensenator Andreas Geisel gab es „gewalttätige Auseinandersetzungen“ mit bis zu 3.000 Rechtsextremen, Absperrungen auf der Reichstagswiese wurden durchbrochen.
Mehrere Polizisten wurden verletzt, hunderte Demonstranten festgenommen. Am Mittag wurde die Demonstration aufgrund der Weigerung der Teilnehmer aufgelöst, sich an Hygieneauflagen zum Infektionsschutz zu halten.


Politiker verschiedener Parteien werteten die Entgleisungen als Angriff auf die Demokratie und kritisierten die Unterwanderung der Demo durch Rechtsradikale. Die Tatsache, dass auf der Kundgebung an der Seite von Rechtsradikalen demonstriert wurde, sorgte zudem für Irritationen.  

(pm/vatican news – pr)

 

31 August 2020, 14:43