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Der längste Gletscher Europas: Aletsch Der längste Gletscher Europas: Aletsch  (ANSA)

Schweiz: Gedenkfeier für verschwundene Gletscher im Wallis

Mehrere Organisationen, darunter das katholische „Fastenopfer“ und die reformierte Institution „Brot für alle“, laden zum 6. September zu einer „Gedenkfeier“ für verschwundene Gletscher ein. Ziel der symbolischen Zeremonie ist es, das Bewusstsein für die globale Erwärmung zu schärfen.

Die Gedenkfeier für die verschwundenen Gletscher und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Klimagerechtigkeit wird vom Klima-Bündnis und weiteren Partnern organisiert. Vorgesehen ist, dass die Teilnehmenden zur Buvette des Trient-Gletschers oberhalb von Martigny (Kanton Wallis) wandern. Diese liegt gemäß der Hüttenwartin auf 1.583 Metern und wird vom Forclaz-Pass aus zu Fuß in 45 Minuten erreicht. Verschiedene Persönlichkeiten wollen bei der Gedenkfeier sprechen.

Bedrohung der Menschheit

Der Trient-Gletscher ist gemäß einer Mitteilung der Organisatoren ein krasses Beispiel für das Abschmelzen der natürlichen Eisgebilde. Der Gletscher habe sich in den letzten dreißig Jahren um mehr als 1.000 Meter zurückgezogen. Mehr als 500 kleine Gletscher seien zudem in der Schweiz in den letzten Jahren bereits verschwunden und weitere größere Gletscher würden in den kommenden Jahren ebenfalls dahinschmelzen.

Globale Erscheinung

Als Hauptursache wird der Klimawandel genannt. „Der Klimawandel bedroht aber auch die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, in der Schweiz und weltweit“, stellen die Organisationen fest. Es seien vor allem die schwächsten Bevölkerungsgruppen in den Ländern des Südens, die am stärksten betroffen seien und sein werden.

„Der Klimawandel bedroht aber auch die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, in der Schweiz und weltweit“

Die Organisatoren rufen daher dazu auf, „zusammenzuarbeiten, um die globale Erwärmung einzudämmen, da sich sonst unsere Lebensgrundlagen irreversibel verschlechtern werden“.

(kath.ch - mg)

24 Juli 2020, 08:04