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Der Bundesrat hat diesen Freitag ein 750-Milliarden-hilfspaket verabschiedet - Die deutsche Bischofskonferenz lobte die Corona-Hilfe Der Bundesrat hat diesen Freitag ein 750-Milliarden-hilfspaket verabschiedet - Die deutsche Bischofskonferenz lobte die Corona-Hilfe  (ANSA)

D: Katholische Kirche lobt Corona-Hilfen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sieht das Maßnahmenpaket der Bundesregierung in der Corona-Krise positiv. Die diesen Freitag im Bundesrat verabschiedeten Maßnahmen verdienten „große Anerkennung“, erklärte der Limburger Bischof.

„In diesen Tagen erleben wir, mit welcher Entschlossenheit die Verantwortlichen in Bund und Ländern die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland einzudämmen und zu bekämpfen suchen. Dies zeigt sich ganz besonders mit dem in dieser Woche im Deutschen Bundestag und heute im Bundesrat verabschiedeten beispiellosen Hilfspaket“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in einer Pressemitteilung.

„beispielloses Hilfspaket“

Bundes- und Landesregierungen sowie Parlamente hätten „dringend notwendige Hilfsmaßnahmen“ auf den Weg gebracht. Es seien jedoch auch ergänzende Hilfsmaßnahmen notwendig, genauso wie „weiterhin zügiges politisches Handeln“. Zudem forderte Bätzing, zu prüfen, ob die beschlossenen Gesetze die gewünschte Wirkung hätten. „Wir sollten dabei nicht vergessen, dass diese Pandemie in Deutschland, Europa und weltweit jene besonders massiv trifft, die ohnehin am schwächsten und hilfebedürftig sind“, so der Limburger Bischof.

750-Milliarden-Paket 

Der Bundesrat hatte am Vormittag einem 750-Milliarden-Paket zugestimmt. Der Bund kann damit zur Unterstützung des Gesundheitswesens sowie von Unternehmen und Arbeitnehmern laut Medienberichten neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Zuvor hatte am Mittwoch der Bundestag konkrete Hilfsmaßnahmen beschlossen, die nun zeitnah umgesetzt werden sollen.

Bätzing dankte allen für ihr Engagement. Die Zusammenarbeit aller, auch der Oppositionsparteien bei den Gesetzesvorschlägen würdigte er als Zeichen eines „demokratischen Gemeinwesens“. Solchen „Zusammenhalt im Sinne des Gemeinwohls“ sehe er angesichts der Corona-Pandemie auch vermehrt im gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Umgang.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung trage den „existentiellen Nöten“ der Bevölkerung Rechnung und antworte in den verschiedenen Bereichen mit entsprechenden Hilfsmaßnahmen.  Die Leistungen für Krankenhäuser stärkten das Gesundheitssystem, in dem sich Beschäftigte und Freiwillige „schon jetzt bis über die Erschöpfungsgrenze hinaus „dafür für alle COVID-19-Virus-infizierten“ einsetzten.

Diese Corona-Krise fordert laut Bischof Bätzing die gesamte Gesellschaft heraus, „neue Formen des Austauschs und der Nähe zu finden“. Die Kirche ist laut dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gerufen, „neue Formen des Gebets und der Seelsorge anzubieten“.

Die DBK

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 69 Mitglieder (Stand: März 2020) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

(pm - sst)

27 März 2020, 12:41