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Kardinal Reinhard Marx Kardinal Reinhard Marx   (ANSA)

D: Kardinal Marx verzichtet auf zweite Amtszeit

Die Deutsche Bischofskonferenz bekommt Anfang März einen neuen Vorsitzenden. Kardinal Reinhard Marx steht für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung. Das schreibt der Erzbischof von München und Freising in einem Brief an die Angehörigen der Bischofskonferenz, wie diese am Dienstag bekanntgab.

Sein Entschluss stehe „schon seit einiger Zeit“ fest, so der 66 Jahre alte Kardinal. „Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt.“ 

Selbstverständlich werde er auch weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und sich „besonders engagieren für den Synodalen Weg, der aus meiner Sicht gut gestartet ist“, stellte Marx klar. Zugleich verwies der Kardinal darauf, dass er in Zukunft wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein wolle, in dem dieses Jahr Reformen anstehen.

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet von 2. bis 5. März in Mainz statt. Dabei werden die Bischöfe demnach einen neuen Vorsitzenden wählen.

Kardinal Marx gilt als einer der meistbeschäftigten Kirchenmänner Deutschlands. Im Vatikan gehört er auf Wunsch von Papst Franziskus seit 2013 dem Kardinalsrat an, der die Kurienreform vorbereitet. Darüber hinaus wirkt der Fachmann für katholische Soziallehre als Präfekt des vatikanischen Wirtschaftsrates.

(pm/vatican news – gs)

11 Februar 2020, 10:19